Review: THE HOLLOW CHILD (2017)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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6/10 (2)

Darsteller: Jessica McLeod, Hannah Cheramy, John Emmet Tracy, Jana Mitsoula, Genevieve Buechner, Johannah Newmarch
Regie: Jeremy Lutter
Drehbuch: Ben Rollo
Länge: 88 Minuten
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Genre: , ,
Veröffentlichung: 28.09.2018
Verleih/ Vertrieb: Lighthouse Home Entertainment
FSK: ab 16

Gruselige Kinder gehören spätestens seit DER EXORZIST und DER FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE zu den immer wiederkehrenden Themen von Horrorfilmen. Und auch in THE HOLLOW CHILD wird ein Kind zur Schreckensgestalt. Der Film von Jeremy Lutter behandelt die Thematik des sogenannten Wechselbalgs, das schon seit langer Zeit in der Folklore zu finden ist. Hierbei wird ein Kind entführt und durch einen Dämon ersetzt, der das Aussehen des Kindes annimmt. In diversen Abwandlungen lässt sich diese Geschichte in vielen Teilen der Welt wiederfinden.

Inhalt von THE HOLLOW CHILD

Teenagerin Samantha lebt als Pflegekind in einer Familie. Ihre jüngere Pflegeschwester Olivia möchte am liebsten sehr viel Zeit mit Samantha verbringen, während diese lieber mit ihrer Freundin Emily kifft. Und so kommt es, dass sie Olivia alleine durch den Wald schickt, wo diese verschwindet. Nach einigen Tagen kommt sie wieder und scheint unversehrt. Allerdings fällt Samantha bald auf, dass mit ihrer Pflegeschwester etwas nicht stimmt und beginnt zu recherchieren.

Resümee zu THE HOLLOW CHILD

Die Handlung von THE HOLLOW CHILD ist nicht wirklich neu. Besessene Kinder gab es schon Zuhauf und gerade die Tatsache, dass Olivia eines nachts einfach wieder aus dem Wald spaziert erinnert auf eine Weise stark an DER FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE. Allerdings muss eine Story ja nicht immer neu sein, um von sich überzeugen zu können. Leider hapert es bei THE HOLLOW CHILD an mehreren Stellen.

THE HOLLOW CHILD bietet leider so gut wie keine Überraschungen. Nachdem man den Trailer gesehen hat, kennt man den Film eigentlich schon. Das was im Trailer nicht verraten wird, kann man sich während des Films denken. Es ist immer schon klar, was als nächstes passieren wird und damit nimmt THE HOLLOW CHILD sich einiges an Spannung. Langweilig ist der Film deshalb nicht, aber nicht das, was Trailer und Cover versprechen.

Der Regisseur Lutter hat vor THE HOLLOW CHILD hauptsächlich Kurzfilme gedreht. Womöglich liegt hierin das Problem, dass die Handlung teilweise sehr langgezogen wirkt. Als Kurzfilm hätte die Geschichte kurz und knackig erzählt werden können, wobei sie einiges an Spannung wiedergewonnen hätte. Als Spielfilm zieht sich die Handlung zum Teil sehr. Es gibt Szenen, von denen man nicht genau weiß, was ihr Sinn ist und so eher zu Verwirrung führen. Mit 88 Minuten ist THE HOLLOW CHILD nicht übermäßig lang, leider kommt es einer manchmal so vor.

Aber es ist nicht alles schlecht. Wenn man von den Schwächen absehen kann, ist THE HOLLOW CHILD unterhaltsam. Zwar wird man nicht mit angehaltenem Atem dasitzen und mitbangen, aber die Handlung an sich ist okay. Wenn man sich nicht sehr davon stören lässt, dass nichts Überraschendes passiert, macht der Film Spaß. Immerhin gibt es ein blutrünstiges Kind… die sind häufig unterhaltsam und THE HOLLOW CHILD macht da keine Ausnahme.

Der Film versucht nicht durch übermäßige Gewalt zu überzeugen. Es gibt ein paar blutige Szenen, diese sind aber auch eher zahm. Die Ausnahme bilden hier am ehesten die Szenen, in denen Samantha sich selbst verletzt. Es ist nicht ganz klar, weshalb auf diesen Aspekt immer wieder eingegangen wird, da er im Endeffekt nichts mit der Geschichte an sich zu tun hat. Aber anscheinend sollte sehr deutlich werden, dass Samantha viele Probleme hat und diese durch ihre vielen Narben und Schnittverletzungen auch nach Außen trägt.

Aus handwerklicher Perspektive ist THE HOLLOW CHILD zumeist solide. Nur die sehr offensichtlichen CGI-Effekte stören manchmal.
Die Schauspieler*innen sind (fast) alle sehr überzeugend. Der Pflegevater von Samantha wirkt manchmal sehr hölzern, was aber auch an der deutschen Synchronisierung bei Amazon Prime Video liegen kann.

Alles in allem ist THE HOLLOW CHILD ein Film, den man sich durchaus anschauen kann. Ab und an gibt es Stellen, die so stereotyp sind, dass sie etwas albern wirken, aber im Ganzen wird man gut unterhalten.

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