Review: THE PACT 2 (2014)

the pact 2
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 4.0

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4.8/10 (24)

Darsteller: Caity Lotz, Camilla Luddington, Scott Michael Foster
Regie: Dallas Richard Hallam, Patrick Horvath
Drehbuch: Dallas Richard Hallam, Patrick Horvath
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THE PACT war einer der letzten Filme, von denen ich eine Fortsetzung erwartet hätte.
Indie-Filme mit mäßigem Bekanntheitsgrad und abgeschlossener Story bieten sich dafür einfach nicht an. Diese Einstellung teilt offenbar nicht jeder und so liegt nur zwei Jahre nach THE PACT das Sequel in den Regalen.

the pact 2

Über den Wert von Fortsetzungen kann man fast immer streiten, sei es wegen der technischen Qualität oder mangelnder Originalität. Schon THE PACT hatte seine Defizite, konnte aber zumindest eine interessante Mischung aus Spuk- und Serienmörder-Geschichte für sich beanspruchen.
Teil 2 setzt im Grunde genau dort wieder an, aber die Pointe ist nicht nur verbraucht, sondern wird hier nun auch in dünnerer Story vorgetragen.

Inhalt:
June hat schreckliche Visionen vom bekannten, aber toten Judas-Killer. Als ihre Mutter umgebracht wird, findet sie Hinweise, dass der Mörder zurück ist, aber wie kann das sein? Als sie selbst ins Visier der Fahnder gerät, kontaktiert sie Annie Barlow, die damals den Mörder zur Strecke brachte, doch wem kann sie eigentlich trauen?

the pact 2

Auch wenn Autor/Regisseur Nicholas McCarthy inzwischen gegen das Gespann Dallas Richard Hallam (ENTRANCE) und Patrick Horvath (KENTUCKY FRIED ZOMBIES) ausgetauscht wurden, tauchen doch wenigstens ein paar bekannte Gesichter auf. Annie wird wieder von Caity Lotz gespielt und Medium Stevie hat noch immer die übertrieben geschminktesten Augenringe der Filmgeschichte.

the pact 3

Die Geschichte um June ist hingegen neu. Dass die junge Frau beruflich Tatorte reinigt, sorgt zwar für kurzes Magengrollen, trägt ansonsten aber nichts zur Story bei. Interessanter ist schon, dass ihr Freund bei der Polizei arbeitet und ihr im Laufe der Handlung wertvolle Infos zukommen lässt.

Beeindruckend ist das aber höchstens für June, für den Zuschauer nicht. Der darf dafür an den grausamen Visionen teilhaben, die die Protagonistin plagen. Die bescheren leichten Grusel, aber dem Regie-Duo ist fehlendes Timing anzumerken. Ein James Wan hätte aus den gleichen Mitteln wohl ein paar gute Scarejumps herauskitzeln können, hier gelingt das kaum.

Das gute alte Spiegelschränkchen soll mal wieder für Schocks herhalten (siehe Horrorfilme 2015: Was wir nicht mehr sehen wollen), aber nicht mal das zündet.
Da wir gerade bei abgenutzten Elementen sind: warum muss jede US-Indie-Produktion mit lahmem Klaviergeklimper untermalt werden?

Es ist nicht so, dass THE PACT 2 eine Katastrophe wäre, er ist nur katastrophal belanglos, da macht es auch wenig Unterschied ob man Teil 1 gesehen hat oder nicht.

Fazit: Ich bleibe dabei. THE PACT hätte keine Fortsetzung gebraucht.

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