Review: TORMENTED (2009)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 6.5

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6/10 (44)

Darsteller: Alex Pettyfer, Calvin Dean, April Pearson, Dimitri Leonidas
Regie: Jon Wright
Drehbuch: Stephen Prentice
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Genre:

Auf den ersten Blick wirkt TORMENTED wie eine Back-to-the-roots-Version von UNKNOWN USER. Auch hier geht es um Mobbing und die Rache des toten Opfers. Statt neumodischen Social Media – Chats bekommen die Bösen Mitschüler aber schnöde SMS (die älteren werden sich erinnern) zugeschickt. Könnte daran liegen, dass der Film auch schon von 2009 ist und inzwischen fast so in Vergessenheit geriet wie Siemens-Handys.
tormented 2009
Als sich Darren Mullet das Leben nimmt, interessiert das an der Schule kaum jemanden. Darren war ein dicker Nerd, der von der Clique um Bradley gepiesackt wurde. Der feiert nach der Beerdigung sogar eine fette Party. Dann erhalten einige der Schüler SMS von jemandem, der sich als Darren ausgibt und es beginnt ein Rätselraten um den Absender. Und dann beginnt auch das große Sterben.
tormented gore
TORMENTED beginnt wie viele Slasher mit einer Wagenladung Klischees. Da ist die Gruppe der beliebten aber unsympathischen Arschlöcher um Bradley, ein einsamer Kumpel des Toten und die wenig beliebte Klassenbeste Justine.
Sie ist dann auch die Bezugsperson für uns Zuschauer und diejenige, die dem jungfräulichen Final Girl am nächsten kommt.
Das hält sie nicht davon ab eine Liebelei mit einem von Bradleys Kumpels anzufangen , was für die weitere Handlung zwar nicht kriegsentscheidend ist, aber eine überraschend glaubwürdige Komponente darstellt.

Überhaupt überrascht TORMENTED positiv. Das liegt an vielen kleinen Details, die auf den ersten Blick gar nicht harmonieren sollten, es aber trotzdem tun. Das Thema Mobbing wird ernst verkauft, regt im Bestfall sogar zum Nachdenken an, andererseits erleben wir skurrile Kills und einen Racheengel, dessen Achillesferse sein Asthmaspray (!) ist.
tormented
Aber Darren Mullet ist ohnehin nicht der übliche Slasher-Killer. Er trägt keine Maske und ist zwar groß, aber kein Muskelpaket, sondern einfach ein dicklicher Junge, der offenbar als Mischung aus Geist und Zombie seinem Grab entstiegen ist. Ein Wie und Warum liefert der Film nicht so recht und auch die Frage, warum bestimmte Personen in bestimmten Situationen von ihm verschont, andere scheinbar grundlos getötet werden, bleibt TORMENTED schuldig.

Der ganz große Wurf ist der Film zwar nicht geworden und vermutlich habe ich ihn in ein paar Monaten wieder komplett vergessen, unterhaltsam ist die Mischung aus britischem Humor und ebenso britischer Härte aber allemal.

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