Review: U-BAHN – NÄCHSTER HALT: TERROR

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Redaktion: 4

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7.5/10 (44)

Darsteller: Nicole Gale Anderson, John Billingsley, Kunal Sharma
Regie: Robert Kirbyson
Drehbuch: Robert Kirbyson, Tara Stone
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U-BAHN ist nach LAST PASSENGER bereits der zweite Zug, der 2014 mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Wollte man bei LAST PASSENGER die Fahrt stoppen, beginnt U-BAHN direkt mit einem unschönen Halt.

Irgendwo unter LA explodiert eine Bombe in einer U-Bahn. Viele Menschen sterben, andere sind schwer verletzt, doch an schnelle Hilfe ist nicht zu denken, denn alle Auswege sind verschüttet. Die einzige die über medizinische Kenntnisse verfügt ist eine Krankenschwester, die nur spanisch spricht.
Während einige mit dem Tode ringen, entdeckt die Gruppe Überlebender eine zweite Bombe, die bald explodieren wird. Kann es sein, dass der Attentäter noch unter ihnen ist?

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Was zunächst wie eine DAYLIGHT-Variante aussieht, spielt schnell auf aktuellere Terrorgefahr, aber auch Paranoia an. So wird der südländisch aussehende Fahrgast als Terrorist verdächtigt und gefoltert, ohne dass es dafür gute Gründe gäbe.

Angenehm zu beobachten ist, dass die Menschen die in dieser Geschichte zusammenkommen nicht die üblichen Blödiane sind. Mag sein, dass es auch hier ein bumsgeiles Pärchen und einen reichen Schnösel gab, die wurden aber offenbar verschüttet bevor wir sie kennenlernten. Die Personen, die uns vorgestellt werden sind daher überraschend normal, dadurch aber auch wiederum unspektakulär, denn trotz ein paar Schicksalen, die wir erfahren, haben die Figuren wenig Tiefe.

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Es soll aber ja auch um die Bombe gehen und die Frage wie man das Ding loswird, ohne sich selbst zu sprengen oder den bereits angeschlagenen Tunnel komplett zum Einsturz zu bringen. Und natürlich steht da immer noch die Frage nach dem Terroristen im Raum.
Das wird leidlich spannend vorgetragen, baut aber auf zu viele Zufälle um schlüssig zu sein und spätestens beim zweiten Anschauen tun sich größere Logiklöcher auf.

Die Handlung spielt komplett in dem kleinen Tunnelabschnitt, in und neben dem Zug und außer den Überlebenden des Anschlags wird uns niemand vorgestellt. Ähnlich wie in LAST PASSENGER erfahren wir nicht, was zeitgleich Suchmannschaften, Polizei und Medien an der Erdoberfläche treiben.
Dadurch entsteht eine Art Kammerspiel und naturgemäß sollte man keine abwechslungsreichen Locations erwarten, im Falle von U-BAHN hat man dennoch den Eindruck, dass die Macher manchmal gerne mehr aus ihren Kulissen rausgeholt hätten, als diese hergeben. Psychologische Anteile und leichte Action-Anleihen wechseln sich ab, wobei vor allem letztere oft erzwungen wirken.

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Die meisten der Kritikpunkte lassen sich auf ein mageres Budget, vielmehr aber noch auf Schwächen im Drehbuch zurückführen. Daran können auch einige durchaus ansprechende Schauspielleistungen nicht ändern.

Fazit: U-BAHN – NÄCHSTER HALT: TERROR ist ein B-Film, der sich zwar nicht selbst ins Knie schießt, aber auch nur wenig Impulse nach oben bietet.

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