Review: WEG MIT DER EX (2014)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 7.0

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6/10 (4)

Darsteller: Anton Yelchin, Ashley Greene, Alexandra Daddario
Regie: Joe Dante
Drehbuch: Alan Trezza
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Genre: ,

Joe Dante ist zurück. Die Abstände zwischen seinen Filmen werden zwar länger und THE HOLE liegt schon ein paar Jahre zurück, aber ganz ohne Horror(komödien) kann der Altmeister und Schöpfer von GREMLINS, DAS TIER und MEINE TEUFLISCHEN NACHBARN wohl nicht. Gut so!

Max ist ein normaler Kerl in einer normalen Beziehung mit Evelyn. Der Sex ist toll, aber die Dame hat auch so ihre Macken, ist zickig, räumt ungefragt die Wohnung um und nervt mit Themen wie neutraler CO2-Bilanz. Gerade als sich Max dazu durchringen kann, mit ihr Schluß zu machen, stirbt seine Noch-Freundin bei einem Unfall.
Als Max nach einigen Wochen seine Trauer und Schuldgefühle überwunden hat, lernt er die hübsche Eisverkäuferin Olivia besser kennen, die wie er die Liebe für Horror teilt. Doch dann ist plötzlich die tote Evelyn wieder da, will ihr altes Leben zurück und sie weiß nichts von Olivia.

weg mit der ex

Normalerweise sieht man Dreiecksbeziehungen meist in platten Sat1-Eventmovies und es ist nicht totzuschweigen, dass hier der ein oder andere Kalauer-Moment auftaucht, in dem z.B. unser Held die neue Liebe an der Tür abwimmeln muss, während die Ex unter der Dusche steht. Das besondere ist aber eben, dass sie tot ist.

Gut, intelligente Zombies, die zwar geistig noch mithalten können, aber mit körperlichem Verfall kämpfen, gab es auch bereits einige Male, immerhin erspart uns Dante aber den ewigen Gag mit dem immer wieder abfallenden Arm (siehe DYLAN DOG, UNTOTE WIE WIR etc).
Wichtig ist aber, dass man überhaupt mit Humor klarkommt, sonst braucht man WEG MIT DER EX wirklich nicht ansehen. Zwar wird der Film in der zweiten Filmhälfte zunehmend blutig, im ersten Teil ist es aber vor allem Max Liebe zu Gruselfilmen und dem Halloweenshop, in dem er arbeitet, was Horrorfans ansprechen dürfte.

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Die Charaktere sind nett aber harmlos und eigentlich genau so, wie man sie in einer Komödie erwarten darf. Max wird von Anton Yelchin (ODD THOMAS) gespielt und erinnert vom Typ her an Elijah Wood zu THE FACULTY-Zeiten oder den jungen Michael J. Fox. Er ist es aber, der hier einen ganz und gar nicht perfekten Helden gibt und den Film aufwertet.
Die Damen an seiner Seite sind auf jeden Fall auf dem Weg nach oben, was einfach ist, denn Ashley Greene spielte in TWILIGHT mit und Alexandra Daddario im härteren, aber ebenfalls schwachen TEXAS CHAINSAW. Von beiden hat Greene auf jeden Fall die interessantere Rolle als Untote.

burying the ex

Ist WEG MIT DER EX innovativ?
Ist er anders als alles was ihr kennt?
Ist er hammerbrutal oder irre komisch?
Ist Joe Dante in Höchstform?
Sind die Schauspieler unglaublich gut?
Reißen euch die Effekte vom Teppich?
Glänzt der Film mit Atmosphäre?
Muss man diesen Film gesehen haben?
Die Antwort ist jedes Mal Nein. Weg mit der Ex ist nichts für Cineasten und Kunstliebhaber, aber er bietet ordentliche Unterhaltung und ist in allen Belangen zumindest vertreten.
Etwas Blut, ein paar wohlplatzierte Gags, ein sympathischer Held und irgendwie schafft es Dante daraus angenehme 90 Minuten zu formen. Lediglich die Atmosphäre, die kaum über Stufe TV-Movie hinausgeht ist wirklich eine Schwachstelle.

 

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