Review: WRONG TURN (2003)

BEWERTUNGEN:
Redaktion: 7.5

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7.8/10 (52)

Darsteller: Eliza Dushku, Jeremy Sisto, Emmanuelle Chriqui
Regie: Rob Schmidt
Drehbuch: Alan B. McElroy
Land:
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Wenn es eine Filmreihe gibt, die – zumindest von mir – in den letzten Jahren viel Häme, Spott und unterdurchschnittliche Bewertungen einstecken musste, dann waren es die WRONG TURN – Filme (siehe hier, hier oder hier).
In bisher 5 Fortsetzungen jagen trostlose mäßig talentierte Filmemacher albern aussehende Kannibalen durch die Wälder West Virginias, auch wenn aus Budgetgründen in Osteuropa gedreht wurde. Erschreckend ist dabei nur die Einfallslosigkeit, während man versuchte sich mit möglichst kreativen Tötungen über Wasser zu halten.

All das ist aber natürlich nur möglich, weil es einen ersten Teil gibt, der den Stein ins Rollen brachte, den man aber nicht in Sippenhaft nehmen sollte, denn der Erstling ist im Gegensatz zur Verwandtschaft durchaus sehenswert.
wrong turn
Story:
Chris Flynn hat es eilig, doch der Highway ist gesperrt. Um seinen wichtigen Termin doch noch halten zu können, nimmt er kurzerhand einen Schleichweg durch die Wälder und rammt in einem unachtsamen Moment ein anderes Auto, das mit platten Reifen ohnehin schon liegengeblieben war.
Ohne Fortbewegungsmittel macht sich die nun sechsköpfige Gruppe auf um Hilfe zu holen, doch in den Wäldern wohnen einige degenerierte Rednecks, die nicht nur die Autos ausschlachten wollen.

Auch dieser WRONG TURN – Film erfindet das Rad des Backwoodfilms nicht neu und neben BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE (der sogar erwähnt wird) standen mindestens auch noch TEXAS CHAINSAW MASSACRE und THE HILLS HAVE EYES Pate. Dass letztere kurz nach WRONG TURN ein Remake erhielten, könnte aber auch mit dessen Erfolg zusammenhängen.
wrong turn 2003

Die bewährte Formel „Teenager hoch 5 x (Sex + Blut) : irre Meuchelmörder“ ergibt auch hier ein unterhaltsames Ergebnis und vom ungewohnt milden FSK-Urteil, das den Film schon 16jährigen zugesteht, sollte man sich nicht täuschen lassen. Auch wenn die Kannibalenbande schon im ersten Teil nur bedingt bedrohlich und eher wie eine morbide Version der Ludolfs wirkt, die Morde sollten Horrorfans gefallen.

Darüber hinaus sind es vor allem Details, die WRONG TURN von den eigenen Fortsetzungen und anderen lieblosen Backwood-Filmen abheben. West Virginia sieht aus wie West Virginia, es ist ein Minimum an Logik geboten und die Effekte und Masken sind stimmig, was vermutlich auch daran liegt, dass Experte Stan Winston an der Entstehung beteiligt war. Winston, der u.a. Oscars für seine Effekte bei TERMINATOR 2 und ALIENS gewinnen konnte, ist zwar hier nur Produzent, man kann aber erahnen, dass er Maskenbildnern und Co. besonders kritisch über die Schultern schaute.

Fazit: Im Vergleich zu seinen Sequels und Prequels ist der Film eine glatte 10, im Vergleich mit dem Rest der Welt aber immer noch ein gelungener Backwood-Slasher.

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