Review: SPECIAL DEAD (2006)

special dead
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 2.5

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4/10 (8)

Darsteller: Jason Brubaker, Amy Wade, Gia Franzia, Anthony Rutowicz
Regie: Thomas L. Phillips, Sean Simmons
Drehbuch: Jared Tweedie
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Eines vorweg: dieser Film ist meines Wissens in Deutschland bislang nicht erhältlich. Lediglich ein Hinweis eines Bekannten aus den USA machte mich auf SPECIAL DEAD aufmerksam

Nachdem ich mir die erste halbe Stunde des Werkes anschaute, war ich kurz davor dem Amerikaner  die Freundschaft zu kündigen, habe mich aber weitergequält und mit sinkenden Erwartungen stieg letztlich auch der Spaß.

Der Inhalt ist schnell erzählt: „Camp Special Dude“, ein Sommercamp für geistig und körperlich Behinderte wird von Zombies angegriffen.

Wer wie ich den Fehler macht, Qualität zu erwarten, wird unweigerlich enttäuscht werden.
Special Dead als Indie- oder Low Budget-Film zu umschreiben wäre geschmeichelt. Der Film ist schlichtweg Trash.

Das Gute ist, dass sich offenbar alle Mitwirkenden über diesen Umstand im Klaren waren, denn anders kann sich das vollständige Fernbleiben von Können und Talent an allen Fronten kaum erklären. Fast scheint es, so als hätte man zu Beginn der Dreharbeiten gesagt: „Wir schauen mal, was passiert, wenn die Kameraleute schauspielern, die Schauspieler die Masken herstellen, die Maskenbildner Regie führen und der Regisseur Pizza für alle besorgt.“
Dementsprechend wirken Zombies, sowie behinderte und nicht-behinderte Menschen gleichermaßen debil.
Die Frage, ob man sich über behinderte Menschen lustig machen darf, stellt sich mir bei diesem Film hingegen nicht.
Behinderte haben das gleiche Anrecht darauf von Zombies gefressen zu werden, wie jeder andere auch.

Trotz aller Mängel kann man dem Film nicht lange böse sein, denn auch wenn Professionalität auf der Strecke bleibt, kann man ihm einen gewissen Charme nicht ganz absprechen.
Tatsächlich bekommen wir ein paar nette Ideen, wie z.B. das Schliessen eines Zombie-Mundes mit Kleber oder eine Frau, die während dem Sex zum Zombie wird…nur dass auch bei den guten Ideen die Umsetzung mies ist.

Über den Soundtrack sollten sich hingegen Fans harter Gitarren freuen.

Ich gebe dem Film 2,5 wohlwollende Punkte. Mehr wäre ein Frevel an dieser sympathischen Gurke und würde Trashfans nur irritieren.

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