Review: WRONG TURN 3 – LEFT FOR DEAD (2009)

Wrong Turn 3
BEWERTUNGEN:
Redaktion: 1.0

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3.3/10 (32)

Darsteller: Tom Frederic, Tamer Hassan, Christian Contreras
Regie: Declan O'Brien
Drehbuch: Alan B. McElroy
Land:
Genre:

Kaum ein anderes Sub-Genre des Horrors wird einfältiger beackert als das des Backwood-Slashers. Wie viele fallenstellende, mutierte Hinterwäldler, die menschliche Ersatzteile in Gurkengläsern lagern auf der Leinwand ihr Unwesen treiben, ist nicht zu glauben.
Trotzdem gibt es natürlich qualitative Unterschiede und der erste WRONG TURN – Film zählte sicher zu den besseren Vertretern. Teil 2 war schwach, aber was hier geboten wird ist schlichtweg eine Katastrophe.

Zu Beginn des Films sieht man zwei Paare in Kanus durch die Wildnis paddeln und fühlt sich für den Bruchteil einer Sekunde an DELIVERANCE (BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE), den Großvater aller Backwood – Filme, erinnert. Doch schon die nächsten Minuten zeigen, wohin die Richtung geht. Sämtliche Klischees werden bedient: Erst wird eine Kräuterzigarette geraucht, dann macht sich eine der Damen frei und versucht einen der Herren zu beglücken. Die Dialoge sind so dämlich, dass man sich schnell die unvermeidliche Attacke des Mutanten herbeiwünscht, der dann auch ein Einsehen hat und der Lady erstmal ein Auge herausschießt, um es dann dämlich kichernd zu essen.
Es ist kein gutes Zeichen, wenn man sich als Zuschauer nach 3 Minuten fragt, wie lange das Spektakel noch dauern wird, aber genau dieses Problem stellt sich ein. Da helfen auch schlechte Computertricks nicht weiter.

In der Folge wird ein Lastwagen voller Sträflinge in die Wildnis gekarrt, wo man sich entweder gegenseitig tötet, ab und zu unmotiviert in die Büsche ballert oder wartet bis man in die nächste Falle des Hillbillies tappt.

Ich kenne Pornos mit besseren Dialogen und Kindertheatergruppen mit besseren Spezialeffekten. So etwas wie Schauspielerei findet nicht statt, Atmosphäre existiert nicht, nach logischem Handeln fragt niemand und warum es mitten in der Nacht im Wald taghell ist, ist dann auch das geringste Problem.
Natürlich wird eine Menge Blut vergossen und man bemüht sich den Ekelfaktor hochzuhalten, aber auch diese dem Selbstzweck dienende Gewalt ist schlichtweg langweilig.

Für wen wurde dieser Film gemacht? Die Grundschüler, die sich von diesem Quatsch beeindrucken lassen, dürfen den Streifen ohnehin nicht sehen (FSK 18) und die, die alt genug sind, dürften keine große Begeisterung empfinden. Selbst echte Trash-Fans können ihr Geld besser anlegen.

Ich weiß nicht, ob dies der schlechteste Film ist, der je gedreht wurde, aber zumindest wohnt er in der gleichen Nachbarschaft.

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