Redaktionscharts 2014: Die Tops, die Flops

Die großen Namen fehlten 2014 größtenteils, trotzdem war es ein gutes und vor allem vielfältiges Jahr für Horrorfilme und Thriller.
Immer mehr Länder drängen auf die große Bühne und einstige Gruselnationen feiern (kleine) Comebacks; Mainstream-Horror und Indie-Arthouse-Produktionen stehen nebeneinander.

Wir haben hier unsere persönlichen Lieblinge und Stinker zusammengestellt und auch diese Listen sind vielseitig. Was den einen toll unterhielt, ist für die andere zum Wegnicken.

Was waren eure Tops und Flops?


Hier sind unsere:

Julia

TOP 5
LORD OF TEARS: Ein stimmungsvoller, bildgewaltiger Gruselklassiker. Der Film ist einfach unheimlich und anders. Der Owlman ist grandios !

ACROSS THE RIVER: Kein Film für Actionfans oder Liebhaber ausschweifender Dialoge. Aber wer sich Zeit nimmt und sich von der Atmosphäre gefangen nehmen lässt, kann sich durchaus gruseln. Am besten allein im Dunkeln gucken. (Das Gleiche gilt übrigens auch für IN FEAR.)

UNDER THE SKIN: Scarlett Johansson in einer sehr ungewöhlichen Rolle: UNDER THE SKIN kommt eher ruhig und unaufgeregt daher und lässt die Bilder für sich sprechen – Kein schneller Film, aber ein dramatischer Einblick in die (menschliche) Seele.

JUG FACE: Bei JUG FACE überzeugt mich vor allem die Idee, der Mythos, die Geschichte. Die Gefahr, die von diesem schlammigen Loch im Boden ausgeht, ist ebenso gut dargestellt, wie die Bedrohung durch die eigene Dorfgemeinschaft.

13 SINS: Mein einziger Tipp in diesem Jahr, der wirklich was für Actionfans ist. Der Film ist einfach spannend von Anfang bis Ende und gut gemacht. Obwohl ich mir (nach dem Trailer) wirklich nicht viel versprochen hatte.

FLOP 3
THE PURGE ANARCHY: Vielleicht hab ich mir den Trailer einfach vorher nicht richtig angeschaut…Oder es ist etwas cooles passiert, als ich zwischendurch eingeschlafen bin. Aber das war doch wohl nix, oder?!

LAST WILL AND TESTAMENT OF ROSALIND LEIGH: Die Atmosphäre war gut, das Set war gruselig, die Idee war nicht schlecht. Aber eigentlich bestand der ganze Film doch nur daraus, dass der David Guetta Doppelgänger durchs Haus lief, oder?

THE RED HOUSE: Schlechte Schauspieler, schlechte Story und alles nur geklaut. Eine echte Zeitverschwendung, obwohl ich zwischendurch schon vorgespult habe.


 

Mick

TOP 5
CHEAP THRILLS: Was würdest du für Geld alles tun? CHEAP THRILLS sagt es uns. Klasse Film, mit 13 SINS und WOULD YOU RATHER gibt es dieses Jahr sogar zwei Vertreter ähnlicher Machart, die qualitativ nicht weit dahinter ist.

WITCHING & BITCHING: Eine abgefahrene spanische Horrorkomödie über Hexen und Räuber, mit irren Ideen und hohem Unterhaltungswert.

STEREO: Ein deutscher Film in meiner Top 5? Ja, wenn ein Film all das hat, was der Mindtrip STEREO mitbringt, geht das. Moritz Bleibtreu und Jürgen Vogel helfen ebenfalls.

THE BODY: Spanien zum Zweiten. THE BODY ist ein raffinierter Thriller mit cleveren Wendungen. Ist sie nun tot oder nicht?

KILLERS: Wenn einem Film zensurbedingt 11 Minuten fehlen und er trotzdem noch gut ist, will das was heißen. Ungeschnitten wäre natürlich trotzdem schöner, aber der nächste Österreich-Urlaub kommt bestimmt.

FLOP 3
DIE NACHT BRINGT DEN TOD
…und Langeweile, viel Langeweile. Schlimm, dass sich Tony Todd dafür hergab.

THE HOSPITAL
Der Film will Slasher-, Geister- und Folter-Streifen sein und scheitert in allen Belangen.
Die gute Nachricht: er wurde stark gekürzt
Die schlechte Nachricht: Teil 2 ist in der Mache

SEED 2
Warum der deutsche Horrorfilm einen schlechten Ruf hat? Alle Gründe werden hier zusammengefasst.


Madda

TOP 5
BEN & MICKEY VS. THE DEAD – Genau so und nicht anders stelle ich mir das Leben mit Zombies vor.

THE BODY – Ich mag es wenn man mich gekonnt auf die falsche Fährte bringt, sehr starke Schauspielleistung.

THE SIGNAL – Mein erster Gedanke war nicht schon wieder ein Film der in Roswell spielt. Jetzt sag ich bitte mehr davon!

13 SINS – Nichts Spektakuläres aber er kann die Spannung von Anfang bis zum Ende durchweg halten.

SNOWPIERCER – Ein Endzeitfilm in dem alle überlebende in einem fahrenden Zug zusammenleben. Eingeteilt in gesellschaftliche Schichten mit all ihren Geschichten.

FLOP 3
THE QUIET ONES – Ein gutes Beispiel dafür das ein Trailer allein gesehn weit besser sein kann als der eigentliche Film.

ACROSS THE RIVER – Eigentlich ein spannender Ansatz aber sehr zäh und langatmig umgesetzt.

FLUG 7500 – … mein letzter Flug war spannender. Seltsame Story mit schlechter Schauspielleistung.


Cat

TOP 5
THE ROVER: Dass Robert Pattinson auch etwas anderes kann, als in der Sonne glitzern, hat er schon mit seiner Zusammenarbeit mit Kultregisseur David Cronenberg bewiesen. Wie facettenreich er sein kann, zeigt Pattinson als Co-Star von Guy Pierce in David Michôd’s zweitem Spielfilm. Tolle Regie, tolle Kameraarbeit und zwei super Hauptdarsteller.

UNDER THE SKIN: Scarlett Johansson als Alien im Körper einer Femme fatale. Doch hinter der Geschichte steckt viel mehr und im Laufe des Films werden unsere Emotionen auf eine Achterbahnfahrt geschickt, die uns zum Ende hin buchstäblich herausschleudert.

BLUE RUIN: Die Geschichte um den Außenseiter Dwight, der in seinen Heimatort zurückkehrt und dort auf einen Rachefeldzug der anderen Art geht, zieht einen in seinen Bann. Viel Dialog benötigt es hierbei gar nicht, die Charaktere tragen die Geschichte mit ihren Emotionen. Die Cinematographie sollte auch erwähnt werden, denn Regisseur Jeremy Saulnier hat auch diese selbst übernommen.

WHITE BIRD IN A BLIZZARD: Regisseur Gegg Araki erzählt in seinen Filmen Geschichten, die abseits vom Mainstream zuzuordnen sind. WHITE BIRD IN A BLIZZARD ist laut Araki der massentauglichste Film, den er bisher gemacht hat. Untermalt wird das Ganze mit einem 80’s lastigen Soundtrack und es gibt sogar einen kleinen David Lynch Tribut.

ONLY LOVERS LEFT ALIVE: Eine Vampirgeschichte der anderen Art bescherte uns dieses Jahr Jim Jarmusch. Seine poetische und zeitgleich blutige Story um die beiden Vampire Adam und Eve beeindruckt mit starken Bildern und einer Tilda Swinton in Bestform.

FLOP 3
ZOMBIBER: Natürlich reicht es manchmal einfach ein paar junge Menschen raus aufs Land zu schicken und diese dort durch einen Killer oder, wie im Fall von Zombiber, von Bibern ins Jenseits zu befördern. Trotzdem sollten wenigstens ansatzweise sinnvolle Dialoge dabei sein.

SHARKNADO 2: Ein bisschen Trash muss sein. War der erste Teil der Hai Attacke noch ganz lustig anzusehen, so bringt der zweite Teil nichts Neues und versucht mit der gleichen Taktik auf der überraschenden Erfolgsschiene weiterzusurfen. Zu viel des Guten.

JAMIE MARKS IS DEAD: Versprach der Trailer noch einiges, so war der Film so ziemlich zum Einschlafen. Da konnte auch Liv Tyler, die eine Rolle im Film übernommen hat, nicht mehr viel retten. Gähn.

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