Review: REC² (2009)

 
rec2
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Overview
 

Regie: Jaume Balagueró, Paco Plaza
 
Drehbuch: Jaume Balagueró, Paco Plaza, Manu Díez
 
Länge: 81 min
 
Land: Spanien
 
Veröffentlichung: 20. August 2010
 
Verleih/Vertrieb: Universum
 
Bewertung
8.5
8.5/ 10


User Rating
18 total ratings

 


3
Posted 15. Dezember 2014 by

Der erste [REC]-Film fiel für viele Leute, die ihn direkt nach dem Erscheinen zu Gesicht bekamen, in die Kategorie „überraschend“, weil sie (wie der Autor dieser Zeilen) zuvor kaum etwas darüber gehört hatten und somit auch keine Erwartungen an den Film knüpften. Die Überraschung und die Resonanzen waren durchweg positiv.

Angefangen bei der subjektiven Kamera, den Infizierten (man mag sie Zombies nennen, im Laufe des zweiten Films findet sich eine Bezeichnung, die treffender ist, aber das soll hier noch nicht verraten werden), bis hin zum unerwarteten und vor allem klaustrophobischen Ende.

Wer all das mochte, bekommt mit [REC]² mehr und die Quadratzahl ist hier wörtlich zu nehmen, denn die Fortsetzung agiert nicht mit einer einzelnen Kamera sondern einem halben Dutzend und auch fast alle anderen Elemente wurden aufgerüstet. Wo im ersten Teil ein paar Feuerwehrleute und 1-2 Polizisten ausreichten, schickt man diesmal gleich ein ganzes SWAT-Team los. Die wiederum müssen sich mit noch mehr Gegnern herumschlagen. Dadurch ergeben sich neue Handlungsstränge und Sichtweisen.

Chronologisch beginnt [REC]² unmittelbar nach dem Ende des ersten Teils und schafft es auch die hektische Stimmung der Protagonisten hinüberzuretten, die in eine unbekannte Umgebung geworfen und einer fremdartigen Bedrohung ausgesetzt werden. Gleichzeitig bringt der Film Licht in einige Ecken, die im ersten Teil nur spärlich beleuchtet wurden.
Der Zuschauer wägt sich im Vorteil, die Szenerie (fast der ganze Film bewegt sich in dem aus Teil 1 bekannten Gebäude) und die Bedrohung zu kennen und wird dennoch eines besseren belehrt. Trotzdem gibt es dem einen oder anderen Wiedererkennungseffekt.

Das alles erinnert ein wenig an die ersten beiden ALIEN-Filme. Selbst die Luftschächte, die in ALIEN eine Rolle spielen werden kurz in [Rec]² eingebaut. Überhaupt klaut sich der Film einige Einfälle zusammen. Das aber immerhin so clever, dass die Ideen meist in das Gesamtbild passen.

Alles gut also?
Nicht ganz…
Zwei Kritikpunkte gibt es doch (Achtung Spoiler):
Erstens, die Rolle der drei Jugendlichen, die aus purer Neugier in das Gebäude eindringen wirkt unnötig, als wolle man damit die Zeit füllen. Tatsächlich werden verschiedene Szenen einfach nochmals aus anderer Perspektive gezeigt. Zweitens, wer einen Zombie-Film erwartet, wird womöglich wenig von den DER EXORZIST-Elementen angetan sein. Diese werden zwar schon am Ende von [REC] angedeutet, bekommen in [REC]² aber noch weit mehr Platz. Dass [REC]² zum Ende hin noch mehr ins Fantastische abdriftet (so kann man bestimmte Gegenstände/Wesen nur mit Nachtsichtkamera sehen) wirkt jedenfalls fehl am Platze und erinnert an das Gleis 9 3/4 von Harry Potter.

Trotz dieser (kleinen) Schwächen ist [REC]² ein guter zweiter Teil, der zwar in der gleichen Location spielt, aber die angebrochene Geschichte weiter vorantreibt. Außerdem zerrt der an den Nerven, wo er nur kann.

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3 Comments


  1.  
    etienne
    6.0

    Teil 1 hat mich total umgehauen. So einen tollen Schocker hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. REC 2 war ebenfalls nicht schlecht, aber das Szenario war bereits bekannt- also nichts neues wegen Teil 1. Vor allem fand ich gut, dass der 2. Teil direkt an REC angeschlossen hat. Der dritte Teil, habe nur den Trailer gesehen, sieht gänzlich anders aus. Wie so oft ist der erste Teil der Beste.




  2.  
    Mick

    @etienne:
    Ja, am dritten scheiden sich wahrlich die Geister. Einerseits passt er nicht wirklich in die Reihe, ist für sich genommen, aber kein schlechter Film. Am besten selbst mal reinschauen…




  3.  
    Thomas

    Muss ich zustimmen. REC 2 finde ich eine gelungene Fortsetzung , die sich direkt nach Teil 1 anbändelt. Dazu kommt, das jener direkt gut in Fahrt kommt. Die Action steht auch mehr im Vordergrund,obwohl das schaurige und der Handlungsfaden dadurch nicht verloren geht. Die Besessenheits-Thematik wird weiter vorangetrieben . Und am Ende wird man wieder überrascht. 8,5/10 infizierten.





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