Review: ASH VS. EVIL DEAD (2015) (Serie)

 

 
Overview
 

Darsteller: Bruce Campbell, Ray Santiago, Dana DeLorenzo
 
Länge: ca. 310 min (1x 40min, 9x 30 min)
 
Land: USA
 
Veröffentlichung: 28. September 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: 20th Century Fox
 
Genre: , , ,
 
Land:
 
Bewertung
8.5
8.5/ 10


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Posted 28. September 2016 by

Ash ist wieder da. 30 Jahre nach jenen unschönen Ereignissen, bei denen seine Freunde in einer Waldhütte gemetzelt wurden und er selbst seine Hand absägen musste, lebt er in einem Wohnwagen. Es scheint als lägen die Geschehnisse von damals lang zurück, doch Ash hat Kettensäge und Schrotflinte immer griffbereit und das ist auch notwendig.
Hell yeah, man hätte verdammt viel falsch machen können, wenn man nach einem viertel Jahrhundert (so lange ist seit ARMEE DER FINSTERNIS vergangen) einen alternden Star erneut in seine Paraderolle hebt. Aber Bruce Campbell (inzwischen 58) geht erneut in seiner Rolle auf, als wäre kein Tag vergangen.

Man muss allerdings erwähnen, dass sich die Vorgeschichte von ASH VS. EVIL DEAD aus TANZ DER TEUFEL und TANZ DER TEUFEL 2 zusammensetzt, während ARMEE DER FINSTERNIS unerwähnt bleibt.
Der Humor und die Machart der Serie ist hingegen deutlich näher an den beiden Fortsetzungen als dem noch ernsten ersten Teil.Ash vs. Evil Dead

Heißt: Ash schmettert Oneliner als wäre Kohl noch Kanzler und geizt nicht mit Selbstbewusstsein. Seine bevorzugten Waffen kommen erneut oft zum Einsatz und in punkto Härte zeigen auch die Strippenzieher im Hintergrund um Ur-Regisseur Sam Raimi, dass sie nichts verlernt haben.
Manche Idee kennt man zwar bereits aus den Filmen und die berühmten Kamerafahrten sind einfach ebenso ein Muss wie Ashs blaues Hemd, es sind aber auch frische Einfälle zu finden.

Dass die Uhren sich weitergedreht haben, ignoriert man nicht. Ash ist Smartphone-Besitzer, arbeitet nicht mehr bei S-Mart sondern bei Value Stop (offenbar eine namensrechtliche Sache) und die 30 Jahre zeigen sich nicht nur an Ashs grauen Schläfen, es wird auch vermehrt auf sein Alter angespielt und auf Altherrenwitz gesetzt.

Humor ist natürlich immer Ansichtssache, es wird aber niemand widersprechen, wenn ich behaupte, dass diverse flache Kalauer auftauchen, auch wenn diese schon wieder so offensichtlich sind, dass die Ironie darin zu spüren ist.

Mit einer Laufzeit von 30 min sind die 10 Folgen überschaubar kurz gehalten (nur die Pilotfolge kommt auf 40 min) und mehr wäre auch zu viel. ASH VS. EVIL DEAD ist keine Dramaserie, die viele Dialoge und verworrene Handlungsstränge braucht. Dafür stehen die TANZ DER TEUFEL – Filme nicht und es wäre verkehrt nun damit anzufangen.
Stattdessen gibt es Tempo, verschiedene Schauplätze und ausführliche Kämpfe von Ash und dessen Mitstreitern gegen die Deadites.ash vs evil dead

Während man betonte, dass das EVIL DEAD-Remake ohne CGI auskommt, wird über die Serie kaum das gleiche behauptet werden. Hand- und Computerarbeit halten sich etwa die Waage. Das ist nicht optimal, dadurch eben manchmal zu synthetisch, aber irgendwo auch nachvollziehbar.
„Echtes“ Blut wird trotzdem in Barrel-Größen verspritzt und wenn man bedenkt, dass wir uns hier im TV-Bereich bewegen, werden die Splattereinlagen sowohl quantitativ als auch qualitativ für grinsende Gorefans sorgen.
ash gore

Erwähnt werden sollten noch Ashs Sidekicks. Auch wenn viele Verbündete und Gegner im Laufe der 10 Folgen ein vorzeitiger Tod ereilt, finden sich zahlreiche sympathische und schräge Figuren wieder, was von Arbeitskollegen, Schamanen, verirrten Wanderern und Cops bis zu Bürgerwehren reicht.

Fazit: Man kann der Serie vorwerfen zu sehr auf Klamauk zu setzen, dass die Kämpfe zu ausufernd sind und die Handlung zu dünn ist. Das ist aber exakt was auch die Filme ausmachte. Daher können deren Fans beruhigt einschalten.

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