Review: BATTLE ROYALE (2000)

 

 
Overview
 

Darsteller: Tatsuya Fujiwara, Aki Maeda, Tarô Yamamoto
 
Regie: Kinji Fukasaku
 
Drehbuch: Kenta Fukasaku
 
Länge: 117 min
 
FSK: ab 18
 
Veröffentlichung: 28. April 2017
 
Verleih/Vertrieb: Capelight
 
Genre: ,
 
Land:
 
Bewertung
8.0
8.0/ 10


User Rating
6 total ratings

 


0
Posted 17. April 2017 by

Obwohl BATTLE ROYALE vergleichsweise jung ist, hat der Film bereits ein bewegtes Leben hinter sich.
So konnte sich das Werk nicht nur einen gewissen Kultstatus erarbeiten, sondern landete auch auf dem Index und war zeitweise gar beschlagnahmt.
Damit ist seit einiger Zeit aber auch wieder Schluss und inzwischen kann BATTLE ROYALE „ab 18“ regulär erstanden werden.

Die Story erklärt man einem jüngeren Publikum am besten als härtere Version von DIE TRIBUTE VON PANEM, ältere Zuschauer werden sich vielleicht an RUNNING MAN erinnert fühlen.

In einer nicht allzu weit entfernten Zukunft herrscht an den Schulen kein Respekt mehr vor dem Lehrpersonal. Chaos und Gewalt regieren.
Die Regierung erlässt in dieser Zeit ein Gesetz, das erlaut Gruppen von Schülern einem tödlichen Spiel auszusetzen, das nur einen Überlebenden kennt.

So findet sich eine 45-köpfige Schulklasse auf einer abgelegenen Insel wieder, wo man sie zwingt, sich gegenseitig zu töten.
Jeder erhält eine Waffe (teilweise eine Maschinenpistole, teilweise ein Blechschild), steht nach drei Tagen kein Gewinner fest, sterben alle…

BATTLE ROYALE zieht seine Faszination aus der simplen Was-wäre-wenn-Frage, die etwa auch die THE PURGE-Filme bedienen. Allerdings merkt man dem japanischen BATTLE ROYALE an, dass er auf einem Roman beruht und deutlich mehr Charakterzeichnung bietet als die hohlen PURGE-Schablonen.
Das Interessante ist daher neben der Frage des Überlebens vor allem das Miteinander der Jugendlichen, die unverhoffter Dinge in eine Extremsituation geworfen werden.

Der Grad der grafischen Gewalt ist allerdings auch höher, so dass hier für jeden was dabei sein sollte, zumindest wenn man Asia-Kino nicht von vorn herein ablehnt, denn auch dieses Werk kommt mit den häufigen Markenzeichen wie Overacting daher.

Optisch erscheint BATTLE ROYALE trotz futuristischer Vorgabe eher rückständig. Obwohl 2000 gedreht, sehen die Bildschirme, die in der Überwachungszentrale blinken, eher nach 1980ern als 2080ern aus und auch verschiedene Kameraeinstellungen erinnern mehr an früher als an später.
Das soll dem Werk aber weder positiv noch negativ ausgelegt werden.

Was für mitteleuropäische Augen hingegen bedauerlich ist, ist die fehlende Übersetzung der immer wieder eingeblendeten Statistiken. Während andere Filme sogar englische Datumsangaben übersetzen, die ein Fünftklässler versteht, geht man in diesem Fall offenbar von ausreichenden Kenntnissen der japanischen Schriftzeichen aus.

Sei’s drum, BATTLE ROYALE ist trotz ein paar Schwächen empfehlenswert.

Facebook Comments


0 Comments



Be the first to comment!


Leave a Response


(required)