Review: BLOOD BROTHERS

 

 
Overview
 

Darsteller: Graham Denman, Hannah Levien, Krystal Beyer
 
Regie: Jose Prendes
 
Drehbuch: Jose Prendes
 
Länge: 94 min
 
Veröffentlichung: 07. September 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Tiberius
 
Genre: , ,
 
Land:
 
Bewertung
1.0
1.0/ 10


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Posted 30. August 2017 by

Mit BLOOD BROTHERS wird ein heißer Anwärter auf den miesesten Film des Jahres vorstellig.
Ein Film, der nicht mal auf unterhaltsame Weise schlecht ist, wie etwa SHARKNADO, sondern von Krankenhäusern als Anästhetikum eingesetzt werden könnte.

Da hilft es auch nichts, dass der Originaltitel THE DIVINE TRAGEDIES auf Dantes DIE GÖTTLICHE KOMÖDIE (THE DIVINE COMEDY) anspielt und damit einen pseudointellektuellen Touch transportiert oder die Story ansatzweise auf Tatsachen beruht.
Auch bekannte Horrorschauspieler wie Ken Foree (ZOMBIE) oder Barbara Crampton (RE-ANIMATOR) sind nicht in der Lage was zu retten, sondern wurden entweder mit viel Geld oder falschen Versprechungen in das Projekt gelotst.

Vermutlich letzteres, denn nach viel Kohle sieht der Film nicht aus (im Gegenteil). Man hätte sich hingegen vorstellen können, dass aus dem Plot in den richtigen Händen mehr rauszuholen gewesen wäre:

Charles und Thomas sind Halbbrüder, die ihr Zuhause mit der gemeinsamen Mutter teilen. Die beiden sind hochintelligent, aber auch Psychopathen wie sie im Buche stehen. Da sie sich ihrer Umwelt und Mitmenschen überlegen fühlen, planen sie das perfekte Verbrechen. Eine Sache mit der sie aber nicht rechnen konnten ist ein Cop, der über hellseherische Fähigkeiten verfügt.

Um was Nettes zu sagen: die Szene, in der die beiden gleich in der ersten Szene einen Junkie dazu bringen, sich mit einem Stein den kleinen Finger zu zermahlen, ist hübsch-brutal.
Aber auch schon da ist die schlechte Ausleuchtung zu erkennen, die manchmal zu hell ist, aber vor allem oft schreiend bunt daherkommt. Schlimmer ist aber die schauspielerische Leistung.
Dass Charles und Thomas überheblich wirken sollen ist klar, stellen sich dabei aber furchtbar plump an.

Das nerdig-überhebliche Gehabe erinnert an Sheldon Cooper aus BIG BANG THEORIE ist aber nicht mal unfreiwillig lustig.
Und da ist noch ein anderer Vergleich, der sich unangenehm aufdrängt. Die gutgekleideten, smarten Killer, die Straßennutten aufgabeln, sie auffordern sich zu waschen und dann auch noch anfangen über Musik zu referieren….versuchen diese Clowns wirklich wie AMERICAN PSYCHO zu sein?
Machte es aber Spaß Christian Bale dabei zuzusehen, wie er mit den Yuppie-Kumpels über Visitenkarten diskutierte, sind die steifen Dialoge in BLOOD BROTHERS eine Qual.

Das „perfekte“ Verbrechen sieht passenderweise in etwa so gelungen aus, wie ein dickes Kind beim Rückwärtssalto. Konkret: unsere beiden Blödmänner schaffen es nicht mal zu zweit eine wehrlose Frau zu überwältigen, sondern lassen ihr Opfer erst mal entkommen und erledigen den Rest bei helllichtem Tageslicht (!) auf der Straße (!!) vorm eigenen Haus (!!!).

Vermutlich sieht sich der Film selbst als Kunst. Das belegen zumindest die kurzen Zwischeneinspielungen oder das wiederkehrende Motiv von Schmetterlingen. Nun, warum einem gestürzten noch in die Rippen treten? Alles was es zu sagen gibt, kann man aus diesem zweifelhaften Machwerk zitieren: „Nicht jedes Kunstwerk kann Gefallen erregen.“
Trotzdem wäre es nett, wenn uns der Künstler mal erklärt, warum Bruder Thomas von einer Szene zur nächsten plötzlich eine riesige Platzwunde im Gesicht hat, ohne dass dies auch nur ansatzweise erläutert wird.
Ist es auch Kunst, dass die Wunde für den Rest des Films mal größer und kleiner wird? Oder nennt man das Stümperei?

Fazit:
Schlechte Story, schlechte Effekte, schlechte Schauspieler, schlechte Masken.
Nicht jeder Film, der gedreht wird, sollte auch veröffentlicht werden.

 

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