Review: BUNKER OF THE DEAD (2015)

 

 
Overview
 

Darsteller: Michael Abts, Sarita Bradley, Patrick Jahns
 
Regie: Matthias Olof Eich
 
Drehbuch: Matthias Olof Eich, Bernd Strack
 
Länge: 73 min
 
Land: Deutschland
 
Veröffentlichung: 2. Juni 2016 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Koch Media
 
Genre: , , ,
 
Bewertung
6.5
6.5/ 10


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Posted 28. Juni 2016 by

Wenn du 2016 einen Found Footage – Film mit Nazi – Zombies veröffentlichst, „Of The Dead“ im Titel unterbringst und dann auch noch Deutscher bist, brauchst du schon stahlharte Eier, denn auf den ersten Blick klingt schon jede einzelne Zutat für manchen Filmfan abstoßend und/oder abgenutzt.

BUNKER OF THE DEAD ist daher ein Werk, das sich nicht jeder ansehen muss, das auch nicht jedem gefallen wird, das aber seine Momente hat und das liegt daran, dass Regisseur /Autor Matthias Olof Eich (BREAK) nie ernster als nötig zur Sache geht.
Bunker-of-the-Dead

Story: Markus und Thomas finden in einem alten Tagebuch Hinweise auf eine unterirdische Forschungsstation der Nazis, wo auch heute noch Unmengen von Gold lagern sollen. Die Einrichtung liegt in Bayern, aber nicht irgendwo, sondern auf dem Gelände des US-Militärs.
Trotzdem gelingt es Markus – mit Kamera ausgestattet und von Thomas „ferngesteuert“ – in das Areal einzudringen. Was er dort entdeckt, ist allerdings mehr als er zu finden hoffte.

Die ersten Minuten des Films sind so zäh, wie man erwarten durfte. Bescheuerte Dialoge und der unnötig lange Blick mit der Ego-Cam in den Ausschnitt einer jungen Dame sorgen für erste nervöse Zuckungen und die Befürchtung hier viel heiße Luft geboten zu bekommen wächst.
Selbstredend wird auch im weiteren Verlauf aus BUNKER OF THE DEAD kein Feiertag für Feingeister, aber wer mit betont trashiger Unterhaltung umgehen kann, wird sich in den nicht einmal 75 min Spieldauer sicher nicht langweilen.

Aufgezogen ist BUNKER OF THE DEAD zudem nicht wie der typische Found Footage Film, wo am Ende unzählige Kameras im Spiel sind, sondern wie ein Ego-Shooter und das was Markus sieht ist dann auch das einzige was der Zuschauer sieht.
Dazu passend beginnt der seine Mission unbewaffnet und arbeitet sich über Brecheisen und Pistole zu vollautomatischen Waffen hin. Die weiß er zu nutzen und so mangelt es an Action, Brutalität und Effekten nicht. Letztere sind zwar nicht Hollywood – Kaliber, erfüllen aber ihren Zweck, ohne dabei albern zu wirken.

bunker-of-the-dead 2

Wer sich an die Welt der WOLFENSTEIN-Ballerspiele erinnert fühlt, liegt gar nicht so verkehrt. Die machohaften Oneliner, die Markus in jeder noch so bedrohlichen Situation raushaut, als wäre er unverwundbar, verweisen hingegen wahlweise an 80s-Movies oder DUKE NUKEM.
Dass sich in den Tiefen der Bunkergänge mehr verbirgt als ein paar modrige Hakenkreuzträger, steigert den Trash-Gehalt noch weiter, aber erhöht auch die Kurzweiligkeit.

Fazit: Objektiv gesehen lässt sich wohl vieles finden, was an BUNKER OF THE DEAD nicht passt, in guter Gesellschaft und mit ein paar Bier sollte das Teil aber die Stimmung weiter heben.

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