Review: CHILLERAMA (2011)

 
Chillerama
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Overview
 

Darsteller: Adam Rifkin, Sarah Mutch, Ray Wise, Lin Shaye, Kane Hodder
 
Regie: Adam Green, Joe Lynch, Adam Rifkin, Tim Sullivan
 
Drehbuch: Adam Green, Joe Lynch, Adam Rifkin, Tim Sullivan
 
Länge: 115 min
 
Land: USA
 
Veröffentlichung: 11.04.2013 (DVD+BD)
 
Verleih/Vertrieb: Sunfilm / Tiberius
 
Bewertung
5.0
5/ 10


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8 total ratings

 


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Posted 11. April 2013 by

Über CHILLERAMA war schon viel zu lesen, bevor der Film einem größeren Publikum vorgestellt wurde:
4 Regisseure mit Liebe zum klassischen Horrorfilm und einigen Genre-Referenzen tragen jeweils ein Kapitel zu einer Kurzfilmsammlung bei, die durch eine weitere Geschichte lose zusammengehalten wird.
Gute Voraussetzungen also, zumal schnell klar wird, dass die Macher ihre jeweiligen Werke keinesfalls bierernst nehmen.

Dennoch sind die einzelnen Segmente unterschiedlich ausgefallen und das nicht nur inhaltlich:

ZOM-B-MOVIE
…ist der Aufhänger für die anderen Geschichten und spielt in einem Autokino, das kurz davor ist zu schließen. Als einer der Angestellten nach einem nekrophilen „Unfall“ am Ort des Geschehens auftaucht, verbreitet sich der Zombie-Virus in Windeseile.
Das Kapitel wurde von Joe Lynch (WRONG TURN 2) gedreht und der Titel ist Programm. Wir haben es hier mit einem klassischen B-Zombie-Streifen zu tun, wie wir ihn in den 70ern und 80ern des Öfteren bewundern konnten.
Einzelwertung 5,5/10

WADZILLA
Mit WADZILLA zollt Adam Rifkin Monsterfilmen der 50er Jahre Tribut und der Name ist natürlich an GODZILLA angelehnt. Das Wesen, das es zu bekämpfen gilt, ist diesmal aber kein Dinosaurier aus dem Ozean, sondern ein übergroßes Spermium.
Rifkins Komödien (DETROIT ROCK CITY) waren bislang interessanter als seine Ausflüge ins Horrorgenre (PSYCHOCOP II, DAS SERUM DES GRAUENS) und auch WADZILLA ist kein echtes Highlight, gibt sich aber auch bewusst trashig.
Mit Lin Shaye, Ray Wise und Eric Roberts ist WADZILLA zudem gut besetzt.
Einzelwertung 5/10

Chillerama

I WAS A TEENAGE WEREBEAR
Inspiration für den Titel war in diesem Fall I WAS A TEENAGE WEREWOLF (dt. DER TOD HAT SCHWARZE KRALLEN) aus dem Jahr 1957. Die Handlung des Werbären setzt 1962 an und vermischt außerdem James Dean – Filme und Musicals der Zeit.
Regisseur Tim Sullivan (2001 MANIACS), selbst homosexuell, schafft es in kürzester Zeit die plattesten Schwulenklischees unterzubringen. Was lustig hätte sein können, entlockt selten mehr als ein müdes Schmunzeln und der Gesang ist (gewollt oder nicht) unterirdisch.
Einzelwertung 2/10

Chillerama

THE DIARY OF ANNE FRANKENSTEIN
Alleine der Titel ist natürlich geschmacklos ohne Ende und die Geschichte um Adolf Hitler, der Anne Frank(enstein) die Anleitung zum Bau eines Monsters entreißt, ist nicht minder grenzwertig. Obwohl Regisseur Adam Green (HATCHET, FROZEN) selbst Jude ist, hatte auch er einige Bauchschmerzen bei der Verfilmung. Davon abgesehen muss man ihm aber attestieren, dass seine Geschichte tatsächlich gut erzählt ist. Komplett in Schwarz-Weiß gedreht orientiert sich Green an DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM (1920) und natürlich FRANKENSTEIN (1931).
Ein in unbekannter Sprache redender Hitler, der ein jüdisches Monster (köstlich: Kane Hodder) erschafft, dass sich natürlich gegen ihn wendet, ist makaber, aber gut.
Einzelwertung 8/10

Chillerama

DEATHECATION
Das Kapitel DEATHECATION darf im Grunde der Rahmenhandlung des ZOM-B-MOVIE zugeordnet werden und wird nach wenigen Minuten (glücklicherweise) unterbrochen. Bis dahin werden Fäkalien auf dem Bildschirm verteilt, auf die selbst ein Tom Six äußerst stolz wäre. Angelehnt ist das Ganze an die Exploitation-Schinken der 70er.
Einzelwertung: Entfällt aufgrund Magen-Darm-Erkrankung des Autors.

Als Gesamtwerk funktioniert CHILLERAMA gut und wird dem Ziel einen nicht-Hollywood-konformen Film zu erschaffen garantiert gerecht, die durchaus vorhandene Liebe zum Detail geht aber außer in Adam Greens Anteil oft in einer Ansammlung von dämlichen Kalauern unter.

Wer über abgewandelte Zitate wie „Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, ficken die Toten die Erde“ in schallendes Gelächter ausbrechen kann, ist hier goldrichtig. Ansonsten ist CHILLERAMA aber mal wieder ein Film, der gerne über Sex redet, wenns drauf ankommt, aber keinen hochkriegt.

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