Review: COMEDOWN (2012)

 

 
Overview
 

Darsteller: Jessica Barden, Adam Deacon, Geoff Bell
 
Regie: Menhaj Huda
 
Drehbuch: Steven Kendall
 
Länge: 93 min
 
Land: UK
 
Veröffentlichung: 19 Juli 2013 (DVD+BD)
 
Verleih/Vertrieb: Capelight
 
Bewertung
5.0
5.0/ 10


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Posted 4. August 2013 by

F – LONDON HIGHSCHOOL-MASSAKER, ATTACK THE BLOCK, EDEN LAKE und nun COMEDOWN…in allen Filmen stehen auf die eine oder andere Art britische Problemkids im Mittelpunkt. Viel trauen die Filmemacher auf der Insel dem Nachwuchs offenbar nicht zu, machten in der jüngeren Vergangenheit aus diesem Umstand aber einige sehenswerte Streifen.

COMEDOWN ist ebenfalls in einer rauen Gegend angesiedelt, wo Lloyd und seine Freunde im Schatten eines heruntergekommenen und nun verlassenen Wohnblocks leben, in dem sie einen Piratensender errichten wollen. Doch in dem Gebäude haben sich nicht nur allerlei Getier und andere Gangmitglieder eingerichtet, sondern auch ein Bewohner, der Gesellschaft so gar nicht leiden kann.

Comedown

Triste Hochhäuser sind auch im echten Leben keine Augenweide, der Block in COMEDOWN sieht aber wahrlich nicht einladend aus und schreit förmlich nach Gefahr. Das erinnert dann zunächst an den französischen DIE HORDE und auch wenn der/die Widersacher völlig anderer Natur sind, teilen beide Filme die Gemeinsamkeit, dass die Protagonisten sich den Weg von oben nach unten kämpfen müssen. Das ist in beiden Fällen mit hässlichen Fluren, aber auch einem hübschen Blick über den Nachthimmel der Stadt verbunden.

Comedown

Wirkliche Liebe mag man den Figuren nicht immer entgegenbringen, was daran liegt, dass auch innerhalb der Gruppe einige unsachliche Spannungen entstehen, die nicht jeden gleich sympathisch wirken lassen, aber auch, weil ein paar Rollen bzw. deren Verkörperung hier und da nach Schablone riecht. Immerhin, in typisch britischer Manier sind die Darsteller keine Modells, sondern Menschen mit Übergewicht oder unreiner Haut.

Achtung leichte Spoiler:
So paradox es klingen mag, ist COMEDOWN ein urbaner Backwoodslasher, der die Eigenheiten der hinterwäldlerischen Eremiten in die Großstadt verlegt. Auch wenn die Opfer in diesem Fall in einem umfunktionierten Einkaufswagen gefangen gehalten werden und die verwinkelten dunklen Ecken des Gebäudes die finsteren Wälder ersetzen, gibt es doch die gute alte Fotowand und einen entstellten Killer.
Die Kills sind dann ebenfalls der Umgebung angepasst, aber in jedem Fall brutal in Szene gesetzt. Spannung bzw. ein paar Schocks gibt’s obendrauf.

Comedown

Ein anderer Streifen, der sich als Vergleich anbietet wäre THE COLLECTOR, denn auch der Bewohner des Hauses hat sich seine Umgebung nach eigenen Vorstellungen umgebaut, die nun aus vielen gefährlichen Fallen besteht. Das ist so originell wie unrealistisch und während des dem bewusst überzogenen Collector gut zu Gesicht stand, fragt man sich, ob in einer um Realität bemühten Filmwelt jedes Gimmick ins Bild passt.

Fazit: COMEDOWN ist kein grausiger Film, kann aber keinem seiner Vorbilder oder Verwandten das Wasser reichen.

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