Review: DEMON GIRL (2016)

 

 
Overview
 

Darsteller: Sharni Vinson, Carlyn Burchell, Steven John Ward
 
Regie: Alastair Orr
 
Drehbuch: Catherine Blackman Jonathan Jordaan Alastair Orr
 
Länge: 83 min
 
Land: Südafrika
 
Veröffentlichung: 02. November 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Tiberius
 
Genre: , ,
 
Land:
 
Freigabe:
 
Bewertung
6.5
6.5/ 10


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Posted 14. November 2017 by

4 Entführer, 6 Wochen Vorbereitungszeit, eine Millionärstochter, 300 Karat Diamanten. So weit alles klar. Hazel, Ade, James und Mark planen das „große Ding“ und zunächst läuft alles nach Plan. Katherine, die Tochter des reichen Geschäftsmanns wird entführt, eine Videobotschaft an die Eltern geschickt und….nichts. Keine Reaktion.
Haben die Eltern kein Interesse, ihre Tochter wiederzusehen? Rasch wächst in den Entführern der Verdacht, dass etwas nicht stimmt…

Wir wollen hier nicht zu viel verraten, das erledigt schon der deutsche Filmtitel DEMON GIRL (im Original nennt sich der Film zurückhaltend FROM A HOUSE ON WILLOW STREET), aber aus dem schlichten Entführungsfall wird ein Film über ein gar nicht so eingeschüchtertes Opfer.

Entführungen laufen in Filmen generell selten nach Plan und DEMON GIRL bildet keine Ausnahme.
DIE ENTFÜHRUNG DER ALICE CREED, THE COTTAGE oder KIDNAP, jedes Mal müssen die Verbrecher mehr fürchten als Strafverfolgung durch die Justiz. Das was sich aber hinter Katherines Fassade verbirgt, ist nicht von dieser Welt.

Spoiler: während sich Katherine nicht eben ängstlich gibt, sondern Dinge über ihre Entführer weiß, die sie eigentlich nicht wissen kann, kehren die in das Haus zurück, wo sie mehr asl eine unliebsame Überraschung erwartet.

DEMON GIRL stammt aus Südafrika, nicht gerade eine (Horror-)Film-Nation, wirkt dafür professionell und was wichtiger ist, er macht Spaß.
Zwar nicht auf humorvolle, aber auf unterhaltsame Weise: die abwechslungsreiche, aber jederzeit nachvollziehbare Story beginnt als Thriller, entwickelt sich dann aber schnell in eine noch dunklere Ecke und hat die nötige Mischung aus unheilvoller Stimmung, Jumpscares und Gewalt.

Viel Abwechslung muss aber nicht ausschließlich positiv sein und was sich der Film vorwerfen lassen muss, ist keine klare stilistische Linie zu fahren. Das fällt vor allem im letzten Drittel ins Auge, wenn unschöne Computereffekte das Geschehen dominieren. Schon davor kommt sporadisch etwas CGI zum Einsatz, allerdings noch recht gut zwischen Dunkelheit und geschickten Schnitten versteckt. Dabei hätte es der Film belassen sollen.

Daran, dass DEMON GIRL eine kurzweilige Angelegenheit ist, ändert das wenig, bestärkt aber doch den sich ohnehin im Laufe der Handlung einschleichenden Verdacht, dass Regisseur Alastair Orr (INDIGENIOUS) und seine beiden Co-Autoren zwar oberflächlich einen vernünftigen Job erledigen können, aber das Auge fürs Detail vermissen lassen.

Fazit: Hier wäre noch mehr drin gewesen, aber manchmal schmeckt ja auch Fast Food lecker.

 

Übrigens (und außerhalb der Bewertung): Dass man den Originaltitel ersetzt hat, ist vielleicht noch nachzuvollziehen, das wirklich hübsch geratene Originalcover durch diese maßlos überzogene Krabbeltischoptik zu ersetzen, ist aber ein Griff ins Klo.

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