Review: DEMONIC – HAUS DES HORRORS (2015)

 

 
Overview
 

Darsteller: Maria Bello, Frank Grillo, Cody Horn
 
Regie: Will Canon
 
Drehbuch: Will Canon, Doug Simon, Max La Bella
 
Länge: 80 min
 
Land: USA, UK
 
Veröffentlichung: 5. November 2015 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Tiberius
 
Genre: , ,
 
Bewertung
5.5
5.5/ 10


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Posted 14. November 2015 by

Nur wo James Wan drauf steht, ist auch James Wan drin?
Stimmt, aber manchmal stehen eben auch ruhmreiche Namen auf Covern, ohne dass die erwähnten maßgeblich zum Gelingen des Films beitrugen. Im Falle von DEMONIC könnte man denken, dass der Horrorfilm-Mastermind Wan, der Perlen wie SAW, INSIDIOUS und CONJURING drehte, erneut auf dem Regiestuhl saß, die Wahrheit ist aber, dass er lediglich Produzent war. Sicher keine unwichtige Aufgabe, aber wie bei ANNABELLE, wo die Arbeitsaufteilung ähnlich verlief, haben sich dadurch Fehler eingeschlichen, die man von dem Regisseur James Wan nicht kennt.
demonic james wan

Story:
Als die Polizei zum leerstehenden Livingston-Haus gerufen wird, erwartet sie dort ein Blutbad.
Eine sechsköpfige Gruppe von Experten für Übernatürliches hatte zuvor eine Seance angehalten, nun sind drei von ihnen tot, zwei vermisst, nur einer, John, kann den Polizisten erzählen was geschah und der ist der Auffassung, dass das Haus selbst die Morde beging.
Während die Ermittler die Aufnahmen des Teams auswerten und John befragen, erfahren sie von der Vorgeschichte des Hauses, wo sich schon einmal Schreckliches ereignete und der Verbindung zur aktuellen Gruppe.
Demonic maria bello frank grillo

DEMONIC beginnt nicht nur nach der Bluttat, um dann in Rückblicken aufzuarbeiten wie es dazu kam, sondern vermischt auch traditionelle Kameraarbeit mit Found Footage – Elementen. All das sorgt für Abwechslung, wirkt aber nie wirr. Zusätzlich muss man sich bei dieser Herangehensweise nicht wundern, woher die Spannungsmusik in den Amateuraufnahmen kommt.
Die Zusammensetzung ist also nicht alltäglich, die Inhalte der einzelnen Elemente aber nicht immer überzeugend und bekannt.

Natürlich dürfen beim Found Footage keine Bildfehler und Nachtkamera fehlen und letztere kommt hier auch dann zum Einsatz, wenn die Protagonisten offenbar auch ohne Sehhilfen zurecht kommen.
Es ist auch nicht zu übersehen, dass der Film einem jugendlichen Publikum hinterherschielt und wenn eine der Figuren behauptet eine „sexy Bitch“ zu sein und zwei Sekunden einer jener hohlen Scarejumps gezündet wird in dem ein Hund (der mal so gar nichts mit der Story zu tun hat) geifernd am Auto hochspringt, weiß man wer hier angesprochen werden soll. Dazu kommt dann noch ein Subplot um eine Dame der Gruppe, die sowohl mit Freund, als auch Ex-Freund die Reise antritt, was nicht nur zu ein paar untergeordneten Reibereien, sondern auch hirnrissigen Dialogen führt.

Demonic

Über die gesamte Laufzeit ist DEMONIC sicher kein Totalausfall, denn der relevante Teil ist ansprechend inszeniert, die Effekte gehen in Ordnung, Gewalt und Grusel halten sich die Waage und zwischendurch gibt es einige Wendungen zu bewundern. Dazu kommen Veteranen wie Maria Bello (PRISONERS, A HISTORY OF VIOLENCE) und Frank Grillo (THE GREY, THE PURGE: ANARCHY), die wissen was sie tun.
Vergleicht man DEMONIC aber mit Markus Nispels EXETER, der in ähnlichen Gewässern angelt oder den „echten“ Filmen von James Wan, zieht er den Kürzeren.

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