Review: DIE FRAU IN SCHWARZ 2: ENGEL DES TODES (2014)

 

 
Overview
 

Darsteller: Helen McCrory, Jeremy Irvine, Phoebe Fox
 
Regie: Tom Harper
 
Drehbuch: Jon Croker
 
Länge: 95 min
 
Land: UK, Kanada, USA
 
Veröffentlichung: 16. Juli 2015 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Concorde
 
Genre:
 
Bewertung
6.0
6.0/ 10


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Posted 26. Juli 2015 by

Als 2012 DIE FRAU IN SCHWARZ erschien, war es für Hauptdarsteller Daniel Radcliffe der erste Auftrag nach Beendigung seiner Harry Potter – Karriere. Allen Zweiflern zum Trotz gelang der Film, wurde auch finanziell zum Erfolg, ließ Radcliffe einen Teil seines alten Images loswerden und stand zudem für ein typisches Werk der (wiederauferstandenen) traditionsreichen Hammer-Studios.

die frau in schwarz engel des todes

Es ist also nicht allzu überraschend, dass man frühzeitig überlegte einen zweiten Teil nachzulegen. Radcliffe ist nicht mehr dabei (was auch aufgrund der Story von Teil 1 Sinn macht) und die Handlung setzt 40 Jahre später an, ansonsten hat sich aber wenig an der Ausrichtung geändert.

Während des 2. Weltkriegs bringen zwei Frauen eine Gruppe von Kindern aus dem bombengefährdeten London aufs vermeintlich sichere Land. Doch das heruntergekommene Eel Marsh House, in dem sich die Flüchtlinge aufhalten, birgt noch immer die Gefahren der Vergangenheit.

die frau in schwarz 2 engel des todes

Schlüsselfiguren sind die jüngere Betreuerin Eve Parkins, die selbst einst ein Kind verlor und der schüchterne Edward, der seit den Schrecken des Krieges kein Wort mehr spricht und von den anderen Kindern verspottet wird; wahrer Hauptdarsteller ist aber das Eel Marsh House und seine Schrecken und die kennt man in ähnlicher Form schon aus Teil 1.
Angefangen bei der durchaus atmosphärischen Moorlandschaft, die niemals in einem britischen Horrorfilm fehlen sollte, über das Haus und dem Fenster zum Watt, bis hin zu der Frau in Schwarz selbst.

Bei den zahlreichen bekannten Elementen macht es Sinn, dass man den Film in einer anderen Epoche spielen lässt, das Kriegsthema an verschiedenen Stellen integriert und natürlich auch die Konstellation der Protagonisten eine vollkommen andere ist.
Gleichzeitig darf man sich aber auch nicht wundern, wenn man nicht nur mit dem Vorgänger, sondern auch umso mehr mit Filmen wie THE OTHERS oder THE AWAKENING in Verbindung gebracht wird.

Das ist grundsätzlich gute Gesellschaft und auch DIE FRAU IN SCHWARZ 2 – ENGEL DES TODES ist kein schlechter Film. In technischer Sicht stimmt hier eigentlich alles. Bild, Location, Schauspieler, Dialoge, Kamera, alles liegt im grünen Bereich. Und doch will der Funke nicht recht überspringen.
Woran das liegt ist dabei gar nicht so einfach zu bestimmen, doch das Zusammenspiel der Komponenten harmoniert nicht immer.

the woman in black 2

Regisseur Tom Harper will es lieber ruhig angehen lassen und betont auch in den Specials der DVD, dass er nicht darauf aus ist, sofort alles zu zeigen und mit Schocks oder Effekten zu glänzen, doch allzu besonders sind die Figuren nicht geraten und wenn man eine Fortsetzung dreht, gehen damit auch ein paar Erwartungen der Zuschauer mit einher. Um denen gerecht zu werden und auch ein ungeduldiges Publikum zu füttern, finden sich im Film einige falsche Scarejumps (z.B. ein Vogel, der gegen eine Scheibe fliegt), sowie andere wenig nachvollziehbare oder willkürliche Vorkommnisse.

Es scheint fast so, als wären hier ein paar Köche zu viel am Werk gewesen und da weder Harper noch Autor Jon Croker im Horrorgenre verwurzelt sind, haben wir es hier wohl mit einer reinen Auftragsarbeit zu tun, der das nötige Herzblut fehlt.

Fazit: Man kann sich DIE FRAU IN SCHWARZ 2 – ENGEL DES TODES durchaus ansehen, wie aber kaum anders zu erwarten, ist er nicht besser als Teil 1, sondern bleibt in den Details dahinter zurück.

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