Review: DIE VIERTE ART (2009)

 

 
Overview
 

Darsteller: Milla Jovovich, Elias Koteas, Will Patton
 
Regie: Olatunde Osunsanmi
 
Drehbuch: Terry Robbins, Olatunde Osunsanmi
 
Länge: 108 min
 
Veröffentlichung: 27. Oktober 2017 (Heimkino, Re-Release)
 
Verleih/Vertrieb: Universum
 
Genre: , ,
 
Land: ,
 
Freigabe:
 
Bewertung
7.0
7.0/ 10


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Posted 6. Dezember 2017 by

Der Titel DIE VIERTE ART klingt zunächst wenig aussagekräftig und hat man vor der Sichtung nichts über den Film gelesen, dauert es auch eine ganze Weile, bis man versteht, in welchem Subgenre er sich bewegt. Dazu kommt eine unkonventionelle Erzählweise. In jedem Fall darf verraten werden, dass es mysteriös wird und falls jemand den bereits 2009 erschienenen Streifen noch nicht gesehen hat, ist es eine gute Idee den Rest dieses Artikels nach dem Anschauen zu lesen.

Dr. Abbey Tyler ist Ärztin einer Kleinstadt in Alaska. Vor einiger Zeit starb ihr Mann aus ungeklärten Gründen. Die Psychiaterin ist selbst deswegen in der Behandlung bei einem Kollegen, arbeitet aber weiter in ihrem Beruf und entdeckt bei ihren in Hypnose versetzen Patienten ein sich wiederholendes Muster, das Angstzustände auslöst und bis zu Mord und Selbstmord führt.

Wie viele Filme will DIE VIERTE ART den Eindruck erwecken, auf wahren Begebenheiten zu beruhen, er ist aber einer der wenigen, die mich persönlich wirklich zweifeln ließen, welche Aufnahmen nicht nur von Tatsachen inspiriert, sondern tatsächlich echt sind.

Achtung Spoiler: dazu bedient sich das Werk eines doppelten Bodens. Er zeigt nämlich Spielszenen, die auch klar als solche deklariert und zu erkennen sind (Milla Jovovich spielt zum Beispiel Dr. Tyler). Gleichzeitig wird aber – teilweise im Splitscreen – die gleiche Szene gezeigt, die mit echten Menschen entstand, beispielsweise während den Hypnosesitzungen.

Zugegeben, das verwirrt. Auch das Frau Jovovich am Anfang zu uns spricht oder ein Interview des Regisseurs Olatunde Osunsamni mit der realen Dr. Tyler gezeigt wird, kennt man so eher nicht.

Nur: Echt ist das deswegen trotzdem nicht, denn auch die schlichter wirkenden Aufnahmen im Found Footage-Stil sind gestellt und besagte Dr. Tyler existiert nicht. Dennoch eine kluge Idee, denn gerade der Kontrast der Hochglanzaufnahmen mit professionellen Akteuren zu rauschigem Bildmaterial mit ungeschminkten Normalos lässt letztere besonders authentisch wirken.

Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass beides gestellt ist, verliert DIE VIERTE ART natürlich etwas an Reiz und plötzlich macht es nur noch bedingt Sinn, die gleiche Szene doppelt zu zeigen.

Gerade beim ersten Mal entfacht der Film aber die gleichen Fragen wie 10 Jahre zuvor BLAIR WITCH PROJECT. Kann es sein….? Allerdings kann man im Laufe der Handlung doch auch selbst dahinter kommen, dass zumindest ein oder zwei der ‚echten‘ Szenen zu dick auftragen.

Und worum geht es nun eigentlich? (Weitere Spoiler) Auch wenn die Antwort nicht in Gänze zu geben ist, ist der Begriff „vierte Art“ der UFO-Forschung entnommen und bezeichnet eine Entführung durch Außerirdische. Alien-Voyeure und Liebhaber fliegender Untertassen könnten aber dennoch enttäuscht sein, denn mit aufdringlichen Effekten oder gar Ganzkörperaufnahmen der Marsianer hält sich der Film zurück.

Fazit: DIE VIERTE ART ist vielleicht kein Film, den man wieder und wieder sehen will, aber schon dadurch seine Berechtigung hat, dass er clever inszeniert ist und falsche Realitäten besser verkauft als viele andere….und die Wahrheit ist irgendwo dort draußen.

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