Review: DON’T HANG UP (2016)

 

 
Overview
 

Darsteller: Gregg Sulkin, Garrett Clayton, Bella Dayne
 
Regie: Damien Macé, Alexis Wajsbrot
 
Drehbuch: Joe Johnson
 
Länge: 80 min
 
Land: USA
 
Veröffentlichung: 30. Juni 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Splendid
 
Genre: ,
 
Land:
 
Bewertung
6.0
6.0/ 10


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Posted 19. Juli 2017 by

Was ist der grusligste Telefonstreich, den ihr anderen gespielt habt?
Ich habe vor einigen Jahren bei der Tochter eines Freundes angerufen, die bei einem Mädelabend Horrorfilme schauen wollte und in bester SCREAM-Marnier so getan als würde ich sie durchs Fenster beobachten (während ich 50km entfernt mit ihrem Vater an einer Biertheke stand). Am Ende haben sich die Teenager panikerfüllt und mit Küchenmessern bewaffnet in einem Zimmer verschanzt und waren ziemlich froh, als ihr Vater nach Hause kam.

Warum ich euch das erzähle?
Auch Sam und Brady lieben es Leute zu verarschen. Mit ihrem youtube-Kanal stellen sie ihre Pranks einem großen Publikum vor und als Sams Eltern nicht zuhause sind, greifen die beiden erneut zum Hörer. Doch diesmal werden sie selbst angerufen und die Person am anderen Ende weiß nicht nur, wer die anonymen Chaoten sind, sondern auch genau wo sie sind und was sie gerade treiben.

Filme wie NICHT AUFLEGEN, FINAL CALL oder THE CALL hatten alle eines gemeinsam: bleibst du nicht am Telefon, stirbt jemand.
Name und Cover von DON’T HANG UP deuten an, dass es hier um einen ähnlichen Sachverhalt geht und so ist es dann auch. Zwar wird nicht nonstop telefoniert, aber der Fremde kontrolliert die beiden Kumpels wie es ihm gefällt.
Die Polizei anrufen geht nicht und verlassen sie das Haus, stirbt ein geliebter Mensch.

Erste Voraussetzung um den Film zu mögen: vergiss Logik, Sinn und Verstand, die fehlt nämlich. Der Unbekannte entpuppt sich als Mr. Know-it-all, der nach Belieben das Licht im Haus ein- und ausschaltet (was völlig unmotiviert geschieht), Videos auf dem Fernseher zeigt, Leute entführt und jeden Schritt seiner Opfer voraussieht (die sich allerdings auch nicht gerade clever anstellen) und dafür an mehreren Orten gleichzeitig sein müsste.
Zweite Voraussetzung um den Film zu mögen: eine gewisse Sympathie für Unsympathen. Gerade im US-Film kommt es häufig vor, dass die „Helden“ Menschen sind, denen man nach 3 Minuten Schmerzen wünscht und obwohl DON’T HANG UP britisch ist, haben wir zwei sehr anschauliche Exemplare dieser Spezies.

Sind diese Voraussetzungen erst einmal erfüllt, steht dem Genuss nichts mehr im Wege und auch wenn hier nicht ausgiebig gefoltert wird, sind doch Elemente des Torture Porn zu erkennen. Vor allem SAW wird in einer Szene bewußt zitiert undder Böse will ganz offensichtlich „ein Spiel spielen“ und stellt Sam und Brady vor unschöne Entscheidungen, um sie gegeneinander zu hetzen.
Auf der Brutaloebene werden keine Extreme gesucht, einige blutige Kills finden sich trotzdem wieder.

Die ansehnlichen Kamerafahrten durchs Haus lassen zudem vergessen, dass es sich hier im Grunde um ein Kammerspiel handelt und ich kann schon mal verraten, dass sowohl Haus als auch die beiden Scherzkekse am Morgen danach aussehen als hätten sie mit Bruce Willis Weihnachten gefeiert.

Fazit: Ein Film für die Generation Jackass und Torture Porn, also irgendwie so altbacken wie mein Streich, von dem ich euch eingangs erzählt habe…und 10 Jahre zu spät.

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