Review: DON’T KNOCK TWICE (2016)

 

 
Overview
 

Darsteller: Katee Sackhoff, Lucy Boynton, Javier Botet
 
Regie: Caradog W. James
 
Drehbuch: Mark Huckerby, Nick Ostler
 
Länge: 89 min
 
FSK: ab 16
 
Veröffentlichung: 24. Februar 2017
 
Verleih/Vertrieb: Splendid
 
Land:
 
Bewertung
7.0
7.0/ 10


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Posted 7. März 2017 by



Habt ihr als Kind auch diese Klingelstreiche gespielt, die in dem Moment nicht mehr lustig waren, wenn der Hausbesitzer seinen Hund auf euch hetzte?
Vielleicht habt ihr damit noch Glück gehabt, denn das was den Protagonisten in DON’T KNOCK TWICE widerfährt, ist weitaus schlimmer.

Den größten Teil ihrer Kindheit verbrachte Chloe in einem Pflegeheim und als ihre leibliche Mutter sie wieder bei sich aufnehmen will, ist sie zunächst alles andere als begeistert. Doch als die Teenagerin nach einer Mutprobe vom Geist einer Hexe verfolgt wird, der bereits ihren Freund ermordete, ist sie bereit wieder ins Elternhaus einzuziehen.
Aber auch da ist sie nicht sicher…


Der Filmtitel deutet es schon an, die Mutprobe erfordert zweimaliges Klopfen an die Tür der alten Frau. Das klingt natürlich mal wieder nach der alten CANDYMAN-Sache, aber DON’T KNOCK TWICE gibt auch gar nicht vor das Rad komplett neu erfinden zu wollen, sondern bedient sich fleißig bei den Schauerfilmen der letzten Jahre.
Mit anderen Worten, Blut bleibt die Ausnahme, Gänsehaut gibt es im Überfluß.Trotzdem ist das alles ordentlich in Szene gesetzt. Die zwischenmenschliche Komponente zwischen Chloe und ihrer Mutter Jess, einer zu Wohlstand gekommenen Künstlerin, ist mehr als ein bloßer Aufhänger, sondern durchläuft eine Entwicklung, bei der die ungleichen Frauen zusammen ums Überleben kämpfen müssen.
Dabei entwickelt sich der Film auch weg von Chloe, hin zu Jess, die zunehmend zur Hauptfigur wird, wodurch DON’T KNOCK TWICE erwachsener wirkt, als manch anderer Film, der rein auf Teenies setzt.
Jess wird übrigens von Katee Sackhoff gespielt, die zuletzt schon in OCULUS als bemitleidenswerte Mutter eine gute Figur machte.

Und Entwicklung bleibt auch das Stichwort, wenn es um die Story an sich geht. Die Bedrohung wandelt sich, führt zu veränderten Voraussetzungen und bleibt damit interessant.
Logisch ist das nicht immer, aber spannend und wenn nichts mehr hilft, lässt ein ordentlicher Schock den Zuschauer vergessen, dass manches Puzzleteil nicht zum anderen passt.Was ebenfalls für DON’T KNOCK TWICE spricht, ist seine britische Herkunft, die wie so oft rauer und weniger nett erscheint, als US-Filme mit ähnlichem Hintergrund.Der ganz große Wurf ist der Film sicher nicht geworden, aber auch das dürften die Macher nicht erwartet haben. Wer aber gute Spannung mit bewährten Mitteln sucht, macht hier wenig verkehrt.

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