Review: EAT LOCALS (2017)

 

 
Overview
 

Darsteller: Charlie Cox, Freema Agyeman, Mackenzie Crook
 
Regie: Jason Flemyng
 
Drehbuch: Danny King
 
Länge: 90 min
 
Veröffentlichung: 26. Mai 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Splendid
 
Genre: , ,
 
Land:
 
Bewertung
6.0
6.0/ 10


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Posted 17. Juli 2017 by

Ich muss gestehen, dass ich bis vor Kurzem mit dem Namen Danny King wenig anfangen konnte, inzwischen weiß ich, dass der Engländer nicht nur Romane schreibt, sondern auch als Drehbuchautor in die Tasten haut und für das Skript von EAT LOCALS zuständig war.


Darin geht es um eine Gruppe von acht Vampiren, die sich alle 50 Jahre trifft, um sich auszutauschen, Machtverhältnisse neu zu bestimmen, alte Mitglieder zu entfernen und neue aufzunehmen.
Diesmal verschlägt es die Untoten auf eine abgelegene Farm, aber ihr Erscheinen wird beobachtet. Dutzende Soldaten haben im Auftrag des Vatikan das Anwesen umstellt und wollen der Vampir-Meeting ein Ende bereiten.

Mitten in dieses Chaos verschlägt es Sebastian, der ohne sein Wissen zum nächsten Blutsauger auserwählt wurde, nun aber zwischen alle Fronten gerät und die Nacht überleben muss.

EAT LOCALS ist eine britische Horrorkomödie und damit liegt man selten völlig daneben…auch diesmal nicht. Der große Wurf ist der Film allerdings auch nicht geworden, was unter anderem daran liegt, dass man als Zuschauer den Eindruck erhält, mitten ins Geschehen geworfen zu werden, bzw. eine Episode einer Serie zu sehen, aber weder die Folge davor noch danach gezeigt wird.

Zwar kann man sich im Laufe der Handlung das Nötige leicht zusammenreimen, ein Gefühl der Unvollständigkeit bleibt aber. Dabei hätte etwas mehr Handlung EAT LOCALS gut getan. Auch ein paar neue Locations abseits der Farm hätten für frischen Wind gesorgt, bleiben aber Wunschdenken und obwohl der Film nach einer anfänglichen gemütlichen Gesprächsrunde auf mehr Action baut, fehlt es an zündenden Augenblicken und frischen Gags.

Dass ein Auto mit dem Kennzeichen BRAM vorfährt, ist vielleicht als Anspielung schon zu offensichtlich (auch weil die Kamera so lange drauf hält, bis auch der letzte kapiert hat, dass es hier was zu sehen gibt), trotzdem hätten mehr vergleichbare Momente mit Details nicht geschadet.

Stattdessen kommt der Film oberflächlich daher und das zieht sich auch durch die Charaktere. Sicher, wir haben die Vampir-Dame im Großmutter-Alter, einen Farm-Besitzer mit Geheimnis, auf der anderen Seite das erschreckend unvorbereitete Militär und eine ganze Anzahl von Figuren. Die meisten bleiben aber uninteressant, was auch an der mittelmäßigen schauspielerischen Leistung verschiedener Darsteller liegt.

Auch wenn ein solcher Film sicher keine tiefen Charakter erfordert, wäre es doch interessant gewesen über die Hauptfiguren mehr zu erfahren. Das scheint allerdings nie der Plan gewesen zu sein, denn auch wenn Sebastian am ehesten derjenige ist, dem man als Beobachter seine Sympathie schenkt, wechselt die Sicht immer wieder von Vampiren zu deren Gegnern, was den Zuschauern zum neutralen Kriegsberichterstatter macht, echtes Mitfiebern aber ausschließt.

Das alles liest sich womöglich kritischer als es gemeint ist, denn wie eingangs erwähnt, ist EAT LOCALS durchaus genießbar und auch wenn die massiven Schenkelklopfer ausbleiben, ist der Film dennoch amüsant. Die Rasanz und das Timing, das der Trailer suggeriert, lässt der Streifen aber oft vermissen.

Vielleicht liegt das an der Unerfahrenheit des Regisseurs, denn Jason Flemyng bringt es zwar auf über 100 Einsätze vor der Kamera (u.a. SNATCH, MIRRORS, WER IST HANNA?), nahm hierfür aber erstmalig auf dem Regiethron Platz.

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