Review: ESCAPE ROOM (2017)

 

 
Overview
 

Darsteller: Evan Williams, Annabelle Stephenson, Elisabeth Hower, Dan J. Johnson, John Ierardi
 
Regie: Will Wernick
 
Drehbuch: Will Wernick, Noah Dorsey
 
Länge: 85 min
 
Veröffentlichung: 15. Dezember 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Universum
 
Land:
 
Freigabe:
 
Bewertung
4.0
4.0/ 10


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Posted 17. Dezember 2017 by

Lustig, wie es manchmal zugeht. Der Freizeittrend des „Escape Room“ wo man mit Freunden zusammen durch das Lösen von Aufgaben und Rätseln innerhalb einer gewissen Zeit aus den Räumlichkeiten des Veranstalters „ausbrechen“ muss, dürfte maßgeblich von Filmen wie SAW inspiriert worden sein.
Mit dem Streifen ESCAPE ROOM schließt sich gewissermaßen der Kreis, denn der macht aus unterhaltsamen Freizeitspaß wieder blutigen ernst.

Story:
6 Freunde besuchen in LA einen dieser Escape Rooms, aber was als feuchtfröhlicher Abend mit gutem Essen, ein paar frivolen Zoten und Limousinenfahrt beginnt, entwickelt sich für die Gruppe bald zu einem Spiel auf Leben und Tod.

Schön, dass es sich im Laufe des Films herausstellt, dass es sich um eine anonyme Einladung handelte und trotzdem jemand dumm genug ist, sich von einem unbekannten einsperren zu lassen, glauben wohl nur Menschen, die als Kind zum fremden Onkel mit den Lollis ins Auto stiegen, ist aber auch nicht kriegsentscheidend.

Auch dass unsere Protagonisten allesamt wie Barbie und Ken aussehen, in den unromantischen Rumlichkeiten an Paarungsakte denken oder ihre Differenzen und Affären ausdiskutieren müssen, sind nur (uninteressante) Nebenkriegsschauplätze, vermitteln aber bereits ein Gefühl wohin die Reise geht.

Von diesen Umleitungen abgesehen wähnen sich die Freunde aber zunächst in einer großen Freizeitattraktion (zumindest fünf der sechs).
Gemeinsam schaffen sie es die ersten kniffligen Rätsel zu lösen, die zwar teilweise gar nicht einfach erscheinen, aber für die Figuren harmlos und den Zuschauer langweilig sind.

Das ändert sich, als Säure ins Spiel kommt (schließlich wird mit Säure alles besser) und den Eingeschlossenen klar wird, dass die Lage ernst ist.

ESCAPE ROOM ist tatsächlich eine Mischung aus DAS SPIEL und SAW, muss aber ohne nennenswerte Highlights auskommen.
Das liegt an wenig sympathischen Figuren, wenig spektakulären Fallen, wenig eindringlichen Kills  und dem Gefühl dass man das was hier gezeigt wird, schon mal gesehen hat – nur besser.

Die schauspielerische Leistung ist mittelmäßig, mehr muss aber auch nicht sein. Größtes Problem des Films scheint vielmehr das Drehbuch, das immer den einfachsten Weg geht und sowohl Herleitung als auch Auflösung des Schlamassels völlig lieblos präsentiert.

Fazit: Vielleicht ist ESCAPE ROOM für Einsteiger als SAW Light gar nicht so übel. Das Light bezieht sich aber nicht nur auf die Brutalität, sondern auch auf Qualität.

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