Review: FIDO (2006)

 
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Overview
 

Darsteller: Dylan Baker, Kesun Loder, Carrie-Anne Moss
 
Regie: Andrew Currie
 
Drehbuch: Andrew Currie, Robert Chomiak, Dennis Heaton
 
Länge: 92 min
 
Land: Kanada
 
Veröffentlichung: 2006
 
Verleih/Vertrieb: Ascot Elite Home
 
Sonstiges: seit 4.6.2013 auf BD
 
Genre: ,
 
Bewertung
8.5
8.5/ 10


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Posted 10. Juli 2013 by

Ganz ehrlich, so sehr wir alle Zombies lieben, die meisten Filme laufen nach dem gleichen Schema ab. Entweder werden wir Zeuge des Ausbruchs oder steigen kurz darauf ins Geschehen ein, wenn die Welt bereits in Trümmern liegt. Zombies machen Jagd auf Menschen, die sich wiederum verschanzen oder durch ein zerstörtes Land reisen, um einen sicheren Ort zu finden.
Und dann gibt es noch FIDO…

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Die Zombiekriege sind vorbei, die Menschen wohnen in hübschen Häusern mit weißen Gartenzäunen und inzwischen gehört es zum guten Ton sich Zombies als Hausdiener zu halten, die durch ein Halsband stillgestellt werden.
Nur die Robinsons hatten bisher keinen Untoten, doch das ändert sich als Zombie Fido dort einzieht, zu dem Sohn Timmy schnell ein gutes Verhältnis aufbaut. Überraschenderweise beruht dies auf Gegenseitigkeit und Fido wird schnell zum Beschützer Timmys, doch das fordert auch Opfer.

Wer sich jetzt noch unsicher ist, dem sei nochmals gesagt: FIDO ist kein üblicher Zombiefilm, über weite Strecken noch nicht mal als Horrorfilm zu erkennen, geht dafür aber als Satire über die Doppelmoral der 50er Jahre durch, enthält Anteile eines Dramas, erinnert auch schon mal an Filme aus dem Hause Disney…und liefert doch ein paar gesunde Kopfschüsse und Leichenteile.

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Auch wenn der Film aufwändig produziert wurde, mit tollen Kulissen und anständigen Schauspielern aufwartet, ist FIDO nicht für jedermann. Dass Timmy den anfangs namenlosen Zombie einen typischen Hundenamen gibt, mag Zuschauer, die den Titel gerne etwas plakativer haben, abschrecken, ist aber kein Zufall. Wenn man so will, ist FIDO eine Mischung aus LASSIE und BRAIN DEAD, ein Kinderfilm für Horrorfans.

fidoAm Drehbuch waren neben Regisseur Andrew Currie zwei weitere Personen beteiligt, was in vielen Fällen zu Chaos führt. In diesem Fall scheinen hingegen die besten Einflüsse aller Mitwirkenden stimmig ineinander zu fließen. Chaotisch wirkt FIDO dabei dennoch, das ist aber definitiv positiv zu verstehen, denn wir lernen eine ganze Reihe von skurrilen Nebenfiguren kennen. Sei es die bärbeißige Rentnerin von nebenan oder den Nachbarn, der sich eine hübsche Zombie-Blondine hält.
Dann wären da noch die Robinsons. Während der Vater traumatisiert und vom Tod besessen ist und nie Zeit für seine Familie hat, ist Timmys Mutter das Ansehen in der Nachbarschaft extrem wichtig.
Timmy selbst hat keine Freunde und wird von den anderen Jungs gehänselt.
Über allem thront ZomCon, ein Konzern, der sich um alle Zombie-Fragen kümmert und sofort regulierend einschreitet, wenn es Ärger mit den Untoten gibt.

Es sind dann auch genau diese Absurditäten, die den Zuschauer bei Laune halten, denn einen klassischen Spannungsbogen, wie ihn Horrorfans kennen und erwarten, hat der Film nicht parat.
Lebensbedrohende Augenblicke erfahren die Hauptfiguren selten, dafür stellt sich die Frage wie weit die Freundschaft zwischen Timmys Mum und Fido geht oder wir lernen Kopfsärge kennen.
Das biedere 50er-Setting ist ebenfalls ungewöhnlich, immerhin schickte Herr Romero Zombies wie wir sie kennen erst Ende der 60er ins Rennen, interessant ist aber die Ansatz ein Paralleluniversum zu erschaffen, in dem die Zombiekriege den 2. Weltkrieg ersetzen und aus der Angst vor Kommunisten und Atomwaffen, die Panik vor Zombies wird.
Fazit: Schön mal was anderes zu sehen.

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