Review: FRIDAY THE 13TH – THE GAME

 

 
Overview
 

FSK: 18
 
Veröffentlichung: 26.05.2017
 
Sonstiges: Spielbar auf PC, PlayStation 4 und XBox One
 
Genre: ,
 
Bewertung
9.5
9.5/ 10


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Posted 20. Juni 2017 by

Jason lebt

FREITAG DER 13. ist mit insgesamt zwölf Filmen eine der langlebigsten Horrorfilm-Serien. Nach Versuchen Jason Voorhees in den 80er-Jahren durch Videospiele Leben neben der Leinwand einzuhauchen und einem Gastauftritt in dem Kampfspiel MORTAL KOMBAT X, hat Gunmedia den Horror der Filme auf den heimischen PC oder die heimische Konsole gebracht.

Am 13. Oktober 2015 ging die Kickstarter-Kampagne für das Spiel online. Mithilfe vieler Personen wollte der Publisher das Projekt FRIDAY THE 13TH – THE GAME realisieren. Die Idee kam gut an und bereits knapp einen Monat später war das Ziel des Fundraising erreicht. Etwa 1 ½ Jahre später, unter Mitarbeit von Kane Hodder, Tom Savini und Sean Cummingham, wurde das Spiel am 26. Mai 2017 für PC, PlayStation 4 und Xbox One veröffentlicht.

Jason im Blutrausch

Das Prinzip des Spiels ist schnell erklärt: über den Online-Modus spielen bis zu acht Personen miteinander. Eine Person spielt Jason, die anderen Personen übernehmen die Rolle der Betreuer. Ganz wie wir es aus den Filmen kennen macht Jason sich auf, um die Betreuer umzubringen. In jeder Runde ist auf ein Neues zu hören, wie Pamela Voorhees ihren Sohn anstachelt. Gespielt wird in der Third-Person-Perspektive, der gespielte Charakter ist komplett im Bild. Die potenziellen Opfer haben verschiedene Möglichkeiten zu überleben: sie können ein Auto oder ein Boot reparieren und versuchen das Camp-Gelände zu verlassen, die Telefon-Anlage reparieren, um die Polizei zu rufen und mithilfe derer zu entkommen, oder sie versuchen die 20-minütige Spielrunde lebend zu überstehen. Die Betreuer können eine Menge Items in den Hütten finden, wie beispielsweise Leuchtpistolen oder Taschenmesser, womit sie sich gegen Jason zur Wehr setzen können. Da es sich um ein asymmetrisches Spielprinzip handelt hat Jason diverse Vorteile. Er kann sich auf jeden belieben Punkt des Camps morphen bzw. teleportieren und die Betreuer spüren und so ihren Aufenthaltsort sehen.Durch die Shift-Fähigkeit kann er schnell kurze Strecken zurücklegen. Außerdem gibt es den Stalk-Modus, bei dem die Betreuer Jason erst deutlich später bemerken. Die Spieler haben die Möglichkeit sich ihren Charakter auszusuchen. Derzeit gibt es zehn Betreuer zur Auswahl und sieben Jason-Modelle, die den unterschiedlichen Filmen entspringen.

Jason steht in seiner Hütte, im Hintergrund ist der Kopf von Pamela Voorhees zu sehen.

Die Endabrechnung

Nun könnte man denken, dass die einzelnen Spielrunden sehr ähnlich ablaufen und bald Langeweile aufkommt, zumal es bisher nur drei verschiedene Maps gibt. Aber: es wird nicht langweilig. Jede Runde ist auf ein Neues aufregend, da verschiedene Personen unterschiedliche Spielweisen an den Tag legen. Mancher Jason legt überall Fallen, so dass die Betreuer beispielsweise nicht an das Telefon kommen, ohne dass ihr Bein in einer Bärenfalle steckt. Ein anderer Jason nutzt intensiv die Stalk-Fähigkeit, so dass er immer erst zu spät bemerkt wird und der Tod bereits vorprogrammiert ist. Und auch die Betreuer benehmen sich in jeder Runde unterschiedlich; einige sind sehr wehrhaft und versuchen Jason zu besiegen, andere verstecken sich lieber unter einem der vielen Betten in den Hütten. Übrigens: die Rolle des Jason wird zu jeder Runde neu und per Zufallsprinzip an die Spielenden vergeben.

Eine Betreuerin steht mit einer gefundenen Leuchtpistole in einer Hütte

Interessanterweise machen beide Seite gleich viel Spaß: sich als Betreuer durch das Camp zu schleichen oder hektisch vor Jason wegzurennen und sich in eine der Hütten zu retten, ist durchaus aufregend – und mit Erfolgserlebnissen verbunden, wenn einem die Flucht geglückt ist. Als Jason durch das Camp zu pirschen, die Betreuer in Angst und Schrecken zu versetzen und sie dann in schön anzusehenden Cut-Scenes umzubringen, bietet genauso viel Spaß.

Jason Voorhees bringt einen der Betreuer um.

Gunmedia hat in Zusammenarbeit mit IllFonic ein ordentliches Spiel herausgebracht, das vor allem Fans der Freitag der 13.-Reihe gefallen dürfte. Die Beteiligten sind hochkarätig: Kane Hodder, der in vier Teilen der Filmreihe Jason verkörperte, hat in den Cut-Scences die Rolle von Jason Voorhees übernommen, so dass seine Bewegungen im Spiel zu sehen sind. Tom Savini, der in zwei Teilen für das Special-Effect-MakeUp gesorgt hat, war bei dem Design der Charaktere beteiligt. Und Sean Cummingham, der Regisseur des ersten FREITAG DER 13., ist einer der Produzenten.

Getestet wurde das Spiel auf einem PC, wo es über Steam erhältlich ist. Das Spiel ist auch auf Computern gut spielbar, die schon einige Jahre alt sind. Im Sommer ist ein Update angekündigt dass einen Einzelspielermodus implementiert, in dem Jason verschiedene Missionen erfüllen muss und zum Teil Szenarien aus den Filmen nachgestellt werden. Außerdem wird es weitere Jason-Modelle geben.

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