Review: GEFESSELT – WAKE IN FEAR (2016)

 

 
Overview
 

Darsteller: Caitlin Stasey, Markus Taylor, Leah McKendrick
 
Regie: Dylan K. Narang
 
Drehbuch: Dylan K. Narang
 
Länge: 80 min
 
FSK: ab 18
 
Veröffentlichung: 07. September 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Tiberius
 
Genre: ,
 
Land:
 
Bewertung
4.0
4.0/ 10


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Posted 2. September 2017 by

Eine junge Frau erwacht gefesselt in einem Zimmer. Sie ist nicht die einzige dort. Auch die anderen sind bewusstlos, alle sind nur mit Unterwäsche bekleidet und alle sind sie einem maskierten Killer ausgeliefert, der eine nach der anderen tötet.

Simple Geschichte, hier geht’s ums pure Überleben. Die Räumlichkeit (augenscheinlich ein Hotelzimmer) ist ebenfalls mehr als überschaubar und der Personenkreis ist von Anfang an klein, wird aber bald noch weiter dezimiert und es stapeln sich Leichen im Raum.
Chloe gelingt es sich ihrer Fesseln zu befreien, doch das Fenster ist vernagelt, die Tür verschlossen und der Mörder muss bald zurückkommen.

Was GEFESSELT – WAKE IN FEAR von einem klassischen Kammerspiel abhebt, ist aber ein zweiter Handlungsstrang, in dem ein Mann von einer anonymen Telefonstimme engagiert wird, um Päckchen zu überbringen. Zwar weiß er nicht, was sich darin befindet, wird aber stattlich bezahlt und seine Auftraggeber haben noch größeres mit ihm vor.

Dass und wie diese Geschichten in Zusammenhang stehen, klärt sich erst zum Ende. Bis dahin ist die Story des Boten Nebensache und nicht besonders packend.
Spannender ist da schon das Schicksal der jungen Frauen. Eigentlich…Zwar hat das Ganze durchaus seine Momente, hat aber auch seine Längen.

Würde man aus dem Material einen Kurzfilm schneiden, gäbe es einiges zu loben, aber trotz einer schmalen Laufzeit von gerade 80 Minuten, die ja schon die Geschichte des Boten enthält, finden sich zu wenige Augenblicke, die wirklich (ähem) fesseln.
Die Szenen sind lang und verfügen oft über ein ungeschicktes Timing.

Dass beispielsweise der Killer in einen Raum eindringen will, während zwei der Opfer versuchen aus dem gleichen Raum zu entkommen, hat man schon öfters gesehen, spannend ist es meist trotzdem.
Außer man rollt die Szene so weit aus, dass jeder Thrill verloren geht und man sich als Zuschauer nur noch wünscht, dass es aufhört.

Kurz: es fehlt GEFESSELT – WAKE IN FEAR an Substanz. Daher macht die Nebenhandlung zwar einerseits Sinn, ist aber auch nicht mehr als der Versuch Laufzeit zu füllen. Besonders lächerlich ist ein Gespräch des Boten mit seiner Chefin, das zwar ansatzweise erklärt, warum sich die Frauen in dem Zimmer befinden, dafür aber wieder so langgezogen und schwülstig wirkt, dass es an den Nerven des Beobachter kratzt.

Nicht nur der Inhalt ist eine Mogelpackung, auch der Vermerk auf dem Cover, dass der Film „im Stil von I SPIT ON YOUR GRAVE“ sei, ist schlichtweg falsch.

Einige Szenen gehen trotzdem in Ordnung, auch ist das Ganze recht brutal, trotzdem reicht es GEFESSELT – WAKE IN FEAR mit einem Auge zu sehen.

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