Review: GIRLHOUSE (2014)

 

 
Overview
 

Darsteller: Ali Cobrin, Adam DiMarco, Slaine
 
Regie: Jon Knautz, Trevor Matthews
 
Drehbuch: Nick Gordon
 
Länge: 95 min
 
Land: Kanada
 
Veröffentlichung: 11. Juni 2015 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Concorde
 
Genre:
 
Bewertung
7.5
7.5/ 10


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Posted 27. Juni 2015 by

Schaut jetzt nicht hin, aber der Slasher steckt mal wieder in einer Krise.
Nur selten wurde das einstige Horrorfilm-Aushängeschild mit Maskenmännern, die lüsterne Teenies aufschlitzen, in den letzten Jahren ordentlich bedient.
Das gab es natürlich schon einmal Mitte der 90er, wo schließlich Urgestein Wes Craven mit SCREAM dem Genre neues Leben einhauchte.
Soweit wird es GIRLHOUSE vermutlich nicht bringen und doch haben wir es hier mit einem Film zu tun, der klassische Elemente beherbergt, aber auch aktuelle Gefahren des World Wide Web aufgreift und dabei noch Spaß macht.

GirlHouse slasher

Die Versuche moderne Medien in Form von Livestreams in Horrorfilme einzubinden tauchten natürlich schon in HALLOWEEN: RESURRECTION und SCREAM 4 auf, waren aber Nebensache oder wirkten deplatziert.
In GIRLHOUSE dreht sich hingegen alles um Internet, Online-Sex und Cyber-Stalking, das irgendwann sehr real wird.

Eigentlich ist Kylie ein anständiges Mädchen, aber die Verlockung in das „Girlhouse“ einzuziehen – einem Haus voller junger, hübscher Frauen, die sich nonstop bei allen Aktivitäten filmen lassen – will sich die arme Studentin nicht entgehen lassen. Zunächst ist alles bestens und sie gewöhnt sich schnell daran nackte Haut zu zeigen, aber irgendwo auf der Welt gibt es einen einsamen IT-Experten der mit der gesamten Frauenwelt noch eine Rechnung offen hat.

girlhouse

GIRLHOUSE spart nicht mit Klischees. Auch wenn Kylie nicht unbedingt die übliche Jungfrau ist, ist sie doch die zurückhaltenste im Girlhouse und trotz Job in der Sexbranche das Girl-Next-Door. Auf der anderen Seite bzw. auf der anderen Seite des Monitors haben wir einen unheimlichen Typen, der sich Loverboy nennt und schon in einer Rückblende zu Beginn klar stellt, dass man ihn besser nicht verarscht.

Man kann sich also ausmalen, wie die Sache weitergeht, aber es sind die Details die stimmen. Weil Computerviren lästig, aber auch langweilig sind, geht Loverboy zur Offensive über und beschließt die Mädchen mal daheim zu besuchen. Das bringt diverse hübsche Kills mit sich, lässt aber auch Platz für eine Prise Humor. Etwa dann, wenn gezeigt wird, was verschiedene Nutzer der Girlhouse-Seite so treiben oder man erfährt, mit wem sich Boss Gary Preston, quasi der Hugh Hefner vom Girlhouse, das Bett teilt.

girl house

Realistisch ist das alles nur im abstrakten Sinne, nämlich dann wenn man den Film als Warnung vor leichtfertig geposteten Inhalten, der Porno-isierung der Gesellschaft oder der vermeintlichen Unauffindbarkeit im Netz versteht.
Konkret sollte man das Gezeigte weniger ernst nehmen, denn dass der schwabblige Loverboy die Bodyguards im Nahkampf ausschaltet ist nur ein Moment, den man nicht für voll nehmen muss.

Wer vor allem Sex sehen will, ist bei Penthouse womöglich besser aufgehoben als bei GIRLHOUSE. Nackte Brüste und etwas Softcore gibt es hier zwar auch, aber Hauptdarstellerin Ali Cobrin die in den ersten 10 Minuten zwei Mal die Hüllen fallen lässt, tut dies stets so verkrampft und mit Hilfe der Kamera, dass man garantiert nicht mehr sieht als einen nackten Rücken.

Fazit: Nein, GIRLHOUSE erfindet den Slasher nicht neu, aber liefert -trotz kleiner Bugs- ein gutes Update aufs Jahr 2015.

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