Review: HOME INVASION (2010)

 
home invasion
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Overview
 

Darsteller: Anne Parillaud, Arthur Dupont, Thierry Frémont
 
Regie: Caroline du Potet, Éric du Potet
 
Drehbuch: Caroline du Potet, Éric du Potet
 
Länge: 79 min
 
Land: Frankreich
 
Veröffentlichung: 6. Juli 2012 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Koch Media
 
Bewertung
8.0
8.0/ 10


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1
Posted 6. Juli 2012 by

Es gibt Filme, über die im Vorfeld so viele Artikel geschrieben, Gerüchte verbreitet und Trailer gezeigt werden, dass man es sich nahezu sparen kann sie überhaupt noch anzusehen und dann gibt es Filme wie HOME INVASION, die aus dem Nichts auftauchen und dennoch überzeugen.

Sarahs Teenager-Sohn Loic stirbt bei einem tragischen Unfall.
Ein Jahr später ist die Frau auf dem Weg in ihr ländliches Zuhause, als ihr ein Jugendlicher in Loics Alter aus dem Wald vors Auto rennt. Der junge Mann namens Arthur ist nur leicht verletzt, wird aber von einem Fremden verfolgt, der in sein Haus eindrang und nun auch für Sarah gefährlich wird.

Die Geschichte ist nicht nur simpel, sondern grundsätzlich auch aus verschiedenen ähnlich gelagerten Filmen bekannt, was der Spannung aber überraschenderweise keinen Abbruch tut.
Das liegt an einigen Faktoren. So schaffen es die regieführenden Geschwister Caroline und Eric du Potet von Anfang an eine realistische Atmosphäre zu erschaffen und lassen den Film ohne viele Worte klar stellen, dass Sarah einige Probleme ihrer Vergangenheit noch nicht bewältigt hat, treten dies aber eben so wenig breit wie die Situation auf der Landstraße, in die der Zuschauer schnell geworfen wird. Erst Stück für Stück werden wir uns bewusst, was eigentlich los ist und sehen schließlich dank einiger Rückblenden die komplette Geschichte.

home invasion

Dabei gliedert sich der Film in mehrere Abschnitte, die zwar bestens zueinander passen, aber eben in der Chronologie springen und einige neue Figuren einfügen, vor allem aber die Erwartungshaltung des Beobachters in andere Richtungen lenken.
Da ist es durchaus bemerkenswert, dass HOME INVASION dennoch stets nachvollziehbar bleibt, was wiederum auch mit dem sicheren Schauspiel der Akteure zu tun hat.

Wie es sich für einen französischen Film gehört, erscheint die Gewalt nicht aufgesetzt, wird dafür aber so deutlich gezeigt, wie es sein muss. Die Effekte sind – wie eigentlich alles am Film – stets professionell.

Die nebenbei erzählte Geschichte von Sarahs Sohn bzw. ihr mütterlich anmutendes Verhältnis zu Arthur (der sie gar nicht so mütterlich ansieht), tritt immer dann in den Vordergrund, wenn die Potets einen Gang zurück schalten, was durchaus einige Male passiert. Für den Thrill trägt dieser Subplot nur wenig bei, rundet das Paket aber gerade für die Zuschauer ab, die auf Kleinigkeiten achten.

in their sleep, home invasion

Etwas unglücklich ist der deutsche Titel gewählt, der sich nicht nur nach dem ganzen „Home Invasion“ – Genre ausrichtet, sondern nach dem französischen (DANS TON SOMMEIL) und dem internationalen (IN THEIR SLEEP) den dritten Namen für ein und den gleichen Film darstellt.
Zudem existiert ein zweiter Film, der etwa zeitgleich erschien und ebenfalls auf HOME INVASION hört, hier ist also Vorsicht vor Verwechslungen gegeben.
Auf den deutschen Untertitel (DER FEIND IN MEINEM HAUS) möchte ich gar nicht weiter eingehen.
Nachdem unsere Nachbarn aus Frankreich in den letzten Jahren bewiesen, dass auch bei ihnen nicht jeder Film ein Volltreffer ist, kommt HOME INVASION als angenehme Überraschung daher. Am ehesten erinnert er an die Kollegen HIGH TENSION (ohne verwirrendes Ende) und THEM, ist aber dennoch stets eigen genug.

Empfehlenswert!

Hier könnt ihr unser Interview mit Regisseurin Caroline du Potet lesen

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