Review: THE HOSPITAL (2013)

 
The Hospital
The Hospital
The Hospital

 
Overview
 

Darsteller: Jim O'Rear, Daniel Emery Taylor, John Dugan, Eric Branden
 
Regie: Tommy Golden, Daniel Emery Taylor
 
Drehbuch: Jim O'Rear, Daniel Emery Taylor
 
Länge: 67 min
 
Land: USA
 
Veröffentlichung: 17. April 2014 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Eurovideo
 
Genre: , , , , ,
 
Bewertung
0.5
.5/ 10


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1
Posted 17. Mai 2014 by

Was soll das denn? Warum dreht jemand einen solchen Film, spielt darin mit, synchronisiert ihn und am schlimmsten: veröffentlicht ihn? Daheim kann ja jeder treiben, was er will, aber warum behelligt man damit die Öffentlichkeit?

An THE HOSPITAL stimmt rein gar nichts und im Grunde möchte ich gar nicht mehr sagen, denn den Film zu bewerten, ist wie einem am Boden liegenden in die Rippen zu treten. Sollten diese Zeilen aber nur einen Menschen davor bewahren, sein sauer verdientes Geld in diesen Streifen zu stecken, werde ich als glücklicher Mann sterben. Sollte dieses Review versehentlich doch jemanden dazu bewegen THE HOSPITAL zu schauen, entschuldige ich mich schon jetzt.

The Hospital

In einem leerstehenden Krankenhaus soll es spuken. Von diesem Gerücht angezogen, finden sich Freunde des Paranormalen ein, die sich von bezahlten Guides herumführen lassen.
Zwar gibt es dort tatsächlich Geister, das wissen aber noch nicht mal die Profi-Führer, die noch ein weiteres Geschäftsfeld für sich entdeckt haben und mit den weiblichen Teilnehmern der Veranstaltung Snuff-Videos drehen wollen. Und dann gibt es da noch den geistig zurückgebliebenen Hausmeister, der jede Frau, die er zu fassen bekommt, vergewaltigt und tötet.

Sagte ich schon, dass hier gar nichts zusammenpasst? Das liegt nicht nur an den unglaublichen 20 min (!), die der deutschen Fassung aus Jugendschutzgründen entfernt wurden, wodurch natürlich auch einige logische Zusammenhänge zerrissen wurden. Es ist aber nicht so, als hätte es davon je viele gegeben.

The Hospital

Dieser Schinken präsentiert uns einige der unattraktivsten Menschen, die je zusammen vor der Kamera standen…und sich dann auch noch ausziehen. Da möchte man der Zensur ausnahmsweise danken, die natürlich vor allem die zahlreichen Vergewaltigungsszenen entfernte, aber leider bleibt immer noch genügend nackte Haut übrig, um das Auge des Betrachters dauerhaft zu schädigen.

Der Film schafft es hingegen nicht mal im Ansatz eine Hauptfigur zu etablieren, mit der man als Zuschauer fiebert oder leidet. Hier ist jeder gleichmäßig uninteressant, meist auch noch unsympathisch und oft auch bald tot. Anders gesagt, die meisten Figuren dienen keinem anderen Zweck, außer kurz die Bluse auszuziehen und mehr oder minder einfallsreich ins Gras zu beißen, wofür zu allem Überfluß auch noch drittklassige Computereffekte genutzt werden.

Die Idee einen Crossover aus Spuk, Slasher, Torture Porn und Rape&Revenge zu erschaffen, klingt ja ambitioniert und hätte in guten Händen auch funktionieren können, aber die Autoren Jim O’Rear und Daniel Emery Taylor haben wohl mit der Hose gedacht und sich die Rolle der Vergewaltiger selbst auf den Leib geschnitzt und damit blieb wohl nicht genug Sauerstoff im Hirn, um eine Story zu basteln, die mehr ist, als der plumpe Versuch, jedes Subgenre zu verwursten und auf Teufel-komm-raus mit Sex und Gewalt zu provozieren.
Ob man es mit THE HOSPITAL mit A SERBIAN FILM oder THE HUMAN CENTIPEDE aufnehmen will? Aber sicher, und THE HOSPITAL hat es sogar geschafft in Großbritannien verboten zu werden, was manch einer als Ritterschlag sehen mag. In diesem Fall sollte es damit gut sein lassen und nicht versuchen den Film über irgendwelche dunklen Kanäle doch noch zu sehen.

The Hospital

Habe ich schon erwähnt, dass hier nichts zusammenpasst? So ganz stimmt das nicht, denn die deutsche Synchro ist genauso mies wie die Schauspieler, von denen sich nur besagter Jim O’Rear etwas angenehm abheben kann (für Restsehstärke unter Blinden gibt es aber keinen Bonus).

Sucht man einen Vergleich zu THE HOSPITAL, bietet sich der kürzlich erschienene DEAD OF THE NIGHT an, der auch Paranormales vorgab, um später als Standard-Slasher zu krepieren und ebenfalls einen Kultstar vergangener Tage für einen Kurzauftritt durchs Bild treibt. Dort war es Tony Todd, hier ist es John Dugan, der 1974 den Großvater in TEXAS CHAINSAW MASSACRE gab. Beide Filme sind außerdem handfeste Anwärter auf die Gurke des Jahres.

PS: Bezeichnend ist, dass auf der DVD-Hülle eine Institution namens „Horror Movie News Outlet“ den Film als „Blutig, brutal, ein echter Schocker“ bezeichnet. Versucht doch mal dieses „Horror Movie News Outlet“ zu googeln.

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