Review: HUMANOID (2016)

 

 
Overview
 

Darsteller: Paul Sidhu, Branden Coles, Arielle Holmes
 
Regie: Joey Curtis
 
Drehbuch: Joey Curtis, Paul Sidhu
 
Länge: 98 min
 
Veröffentlichung: 19. Mai 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Ascot Elite
 
Genre:
 
Land:
 
Bewertung
4.0
4.0/ 10


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Posted 13. Mai 2017 by

Von wegen Klimaerwärmung. Wenn man den Ereignissen von HUMANOID trauen kann wird die Zukunft frostig. Dann lebt nämlich im 24. Jahrhundert die Bevölkerung unter der verschneiten Erde und lässt künstliche Menschen für sich arbeiten.
Als diese aber eine Rebellion anzetteln, müssen Elitesoldat Bishop und einige Kollegen ausrücken, um das Problem zu lösen.

Menschheit, Rebellion, diese Begriffe klingen nach Massenszenen mit hunderten Statisten und viel Feuerwerk, aber davon ist nur ansatzweise zu Beginn etwas zu sehen.
Wenn Bishop und die Kameraden in die Eiswüste aufbrechen, regiert doch -neben Kälte- die Einsamkeit und die wird nur von gelegentlichen Kämpfen gegen die Humanoiden oder Zoff untereinander gestört.

Bishop ist ein gestolperter Held, der vom Dienst an der Waffe genug hatte und als Junkie im Untergrund dahinvegetierte. Skepsis und Abneigung der Kollegen ist daher verständlich. Weniger klar ist zunächst, warum man ausgerechnet ihn auswählt, aber es gibt da noch eine alte Rechnung. Ebenso unklar: wie man den Aufstand mit einem einzelnen Panzer niederschlagen will, der prompt im ewigen Eis zerlegt wird.

Wenn man sieht, dass der Held Bishop und der Antagonist Ash heißt, wird man als Sci-Fi-Fan wohl an die beiden Androiden der ersten ALIEN-Filme denken und es finden sich weitere Parallelen, wie etwa Soldatin Kix, gegen die Amazone Vasquez aus ALIENS – DIE RÜCKKEHR ein Mauerblümchen war und die auch gerne großkalibrige Wummen trägt.
Da wundern dann auch die machohaften Gesten der Soldaten wenig. Während das dumme Gerede der Kämpfer in ALIENS aber in dem Moment vorbei war, als die Gefahr groß genug war, haut man sich in HUMANOID weiterhin die One-Liner um die Ohren, als das Dach schon so richtig in Flammen steht.

Sieht man den Trailer des Films, machen ein paar der Szenen richtig Eindruck und die einzelnen Sequenzen sehen nicht superbillig aus. Schaut man jedoch den ganzen Film, fällt doch auf, dass der Streifen optisch nicht immer zusammenhängend erscheint und das Drehbuch, das trotz verschiedener Leihgaben anderer Sci-Fi-Endzeit-Filme dünn wirkt, unterstützt den Gedanken noch.
Gut, die Story ist mager, Action gibt es aber reichlich und gemessen am zweifelsohne niedrigen Budget sind die Effekte anständig. Spätestens beim Schusswaffengebrauch wird aber erneut deutlich, dass dies ein Science-Fiction-Film ist: statt Kugeln gibt es Laserstrahlen.

Was an HUMANOID weiter auffällt, ist die Nonstop-Musik, die sich zwar dem Stimmung der Szene anpasst, aber permanent vor sich hin dudelt und dadurch an Effektivität verliert.

Fazit: Weder gut noch schlecht genug um Spaß zu machen.

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