Review: I AM NOT A SERIAL KILLER (2016)

 

 
Overview
 

Darsteller: Laura Fraser, Christopher Lloyd, Max Records
 
Regie: Billy O'Brien
 
Drehbuch: Billy O'Brien, Christopher Hyde
 
Länge: 99 min
 
FSK: ab 16
 
Veröffentlichung: 24. Februar 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Indeed
 
Genre: , ,
 
Land: ,
 
Bewertung
8.5
8.5/ 10


User Rating
5 total ratings

 


0
Posted 18. März 2017 by

John lebt in einer unauffälligen Kleinstadt und ist äußerlich genauso unauffällig. Doch in dem Teenager gehen dunkle Prozesse vor sich und auch seinem Therapeuten ist klar, dass er es hier mit einem potentiellen Serienmörder zu tun hat. Doch John bekämpft diese Triebe durch strenge Regeln und Verhaltensweisen.

Als es in der Stadt zu Morden kommt, ist Johns Interesse dennoch geweckt, zumal er im Bestattungsunternehmen seiner Mutter mitarbeitet und den Opfern nahe kommt. Er erstellt ein Profil des Mörders und kommt auch diesem näher, als ihm lieb sein kann.

I AM NOT A SERIAL KILLER ist (natürlich) ein gefundenes Fressen für alle, die sich für das Thema Serienmörder interessieren.
Johns Zweitname Wayne bezieht sich etwa auf den realen Mörder John Wayne Gacy und darüber hinaus ist der Film mit vielen Referenzen gespickt.

Dabei bleibt man aber doch weit entfernt von DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER, COPYKILL oder SIEBEN, was unter anderem daran liegt, dass der Film eine übernatürliche Komponente enthält…auf die wir hier nicht weiter eingehen wollen, um Spoiler zu umgehen.
John erinnert freilich trotzdem an DEXTER, der sich selbst auch bremsen musste und doch anderen Killern den Garaus machte.

I AM NOT A SERIAL KILLER spielt im mittleren Westen der USA, so wie es auch der zugehörige Roman von Dan Wells vorgab, ist aber eine irisch-britische Coproduktion, was wohl dazu beitrug, dass der Film einen kühlen, harten Indiekurs mit grobkörnigem Bild fährt. Regie führte Billy O’Brien, den der ein oder andere von ISOLATION kennen dürfte.
Die Figuren erscheinen bei aller Skurrilität greifbar nahe, sehen aus wie Du und Ich und sind weit mehr als hohle Schablonen wie in manch anderem Horrorfilm.

Dass wir es hier mit einem Horrorfilm zu tun haben, steht übrigens außer Frage, aber niemand sollte spannungsgeladenen Thrill erwarten. Die Story und Charaktere stehen im Vordergrund, was auch dadurch deutlich wird, dass der Film im Spätsommer beginnt und bis tief in den Winter hinein erzählt wird, also immer wieder Tempo herausnimmt.
In dieser Zeit durchläuft John eine merkliche Entwicklung, weswegen man auch von einem düsteren Coming-Of-Age-Drama sprechen mag.
Gleichzeitig sind aber Killer, Halloween, Clowns, Pathologie und Monster ein Thema, womit der Horror-Nerd in uns bedient werden.

Johns älterer Nachbar Bill Crowley wird übrigens von Christopher Lloyd gespielt, der für die meisten Zuschauer immer Doc Brown aus ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT bleiben wird, hier aber gänzlich anders auftritt.

I AM NOT A SERIAL KILLER ist ein Streifen, der erwartungsgemäß auf vielen Festivals lief, bevor er flächendeckend veröffentlicht wurde und gute Chancen hat, weiterhin ein Geheimtipp zu bleiben.
Mit anderen Worten, genau der richtige Film, für alle die makabren Stoff mögen, ohne immer wieder das Gleiche sehen zu wollen.

Facebook Comments


0 Comments



Be the first to comment!


Leave a Response


(required)