Review: INSIDIOUS: CHAPTER 2 (2013)

 
Insidious Chapter 2
Insidious Chapter 2
Insidious Chapter 2

 
Overview
 

Darsteller: Patrick Wilson, Rose Byrne, Barbara Hershey
 
Regie: James Wan
 
Drehbuch: Leigh Whannell
 
Länge: 102 min
 
Land: USA
 
Veröffentlichung: 20. Februar 2014 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Sony
 
Bewertung
7.5
7.5/ 10


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Posted 23. Februar 2014 by

Wenn James Wan Wort hält, wird INSIDIOUS: CHAPTER 2 der letzte Horrorfilm sein, bei dem er Regie führt. Zumindest bleibt Fans die Hoffnung, dass der Gruselkünstler, der 2013 gleich zwei ähnlich gelagerte Filme ins Kino brachte (der andere ist natürlich CONJURING), das Genre mit einem Knall verlässt.

Mit Sequels ist das aber immer so eine Sache. Wiederholt man das Original, wie es die meisten tun, und packt noch ein paar Extra-Effekte obendrauf, ist die breite Masse happy, einen Orden für Kreativität bekommt man dafür aber nicht. Probiert man hingegen die angefangene Geschichte fortzustricken, geht meist schnell der Faden aus.
Wan und Partner-in-Crime Leigh Whannell, der mal wieder das Buch schrieb, tun beides und wie immer funktioniert das recht gut.

Insidious Chapter 2

INSIDIOUS: CHAPTER 2 setzt unmittelbar nach dem Ende des ersten Kapitels an und hat es in jeder Hinsicht eilig. Schon in den ersten Minuten zieht Wan alle Register und verpasst seinen Zuschauern erst mal eine Portion Gänsehaut. Dunkle Ecken, knarrende Türen, die Zutaten sind bekannt, aber effektiv wie eh und je.

Kernstück der Story ist diesmal Vater Josh, von dessen Kindheit wir nun mehr erfahren und der von seinem Trip in die andere Dimension etwas Schreckliches mitbrachte. Im Grunde kann man sagen, dass nahezu alles was wir in CHAPTER 2 zu sehen bekommen in Teil 1 angedeutet oder vorbereitet wurde. Andererseits werden mit der Fortsetzung offene Fragen des ersten Teils beantwortet. Mitunter Fragen, die nie jemand stellte, denn hat tatsächlich wer jahrelang darüber gegrübelt wer 2010 nachts an der Tür der Familie läutete? Vermutlich nicht, aber dennoch macht es Spaß zu sehen, wie sich diese kleinen Lücken in der Geschichte füllen.

Insidious Chapter 2

Hierzu empfiehlt es sich Teil 1 nochmals zu sehen, bzw. gleich ein Double Feature zu starten. Glücklicherweise konnte man für die Fortsetzung den gesamten Cast des Vorgängers reaktivieren, so dass wir uns nur mit einer neuen Figur anfreunden müssen, aber neben der bekannten Familie, auch die trotteligen „Geisterjäger“ wiedersehen, die für gelegentliche Lacher sorgen.

Ansonsten regieren Scarejumps das Geschehen und leider kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Wan jeden noch herumliegenden Schock verbraten wollte, bevor er sich vom Horror abwendet. Das führt dazu, dass man regelrecht während des Sehens abstumpft und dementsprechend in der zweiten Filmhälfte bei gleicher Schreckdichte weniger oft vom Sessel fällt.

Insidious Chapter 2

Es könnte aber auch damit zu tun haben, dass INSIDIOUS: CHAPTER 2 zwar ein Vergnügen ist, aber trotzdem auch etwas Konzentration erfordert, denn die Geschichte wird nicht nur aus Sicht von verschiedenen Personen erzählt, sondern auch Zeit- und Dimensionssprünge kommen vor, von guten und bösen Doppelgängern ganz zu schweigen.
Ob man das mag oder nicht, ist aber freilich Geschmackssache.

Andere Kritikpunkte fallen unter „Jammern auf hohem Niveau“. Schaut man sich all die lieb-, herz- und budget-losen Fortsetzungen an, die uns sonst belästigen, sticht INSIDIOUS: CHAPTER 2 positiv hervor. Auch wenn ich den ersten Film für stärker halte, hat man insgesamt den Eindruck, dass die Story wert ist erzählt zu werden.

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