Review: INTO THE FOREST (2015)

 

 
Overview
 

Darsteller: Ellen Page, Evan Rachel Wood, Max Minghella
 
Regie: Patricia Rozema
 
Drehbuch: Patricia Rozema
 
Veröffentlichung: 17. Februar 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Capelight
 
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Land:
 
Bewertung
6.5
6.5/ 10


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Posted 14. Februar 2017 by

Wie sich das Ende der Welt gestalten könnte, ist glücklicherweise bisher pure Spekulation, mein Gefühl sagt mir aber, dass das Szenario nicht ganz so cool aussehen wird wie etwa in TURBO KID oder MAD MAX, sondern eher wie INTO THE FOREST. Der ist ein ruhiger Genrevertreter, der Gewalt akzentuiert einsetzt, Action und Effekte fast komplett ausspart, dafür aber größtenteils glaubhaft erscheint.

Die beiden Schwestern Nell und Eva leben mit ihrem Vater zusammen in einem modernen Haus in den Wäldern Kanadas. Als eines Abends der Strom ausfällt, hält sich die Panik zunächst in Grenzen, doch schon beim Besuch der nahegelegenen Stadt stellt die kleine Familie fest, dass Hamsterkäufe stattfanden und die Zivilisation zu bröckeln beginnt.

INTO THE FOREST geht der Frage nach, wie sich der moderne Mensch in einer Umgebung schlägt, in der er zwar lebt, die ihm dank Zentralheizung, Handy, Mikrowellenpopcorn und eben Strom fremd wurde.
Im Fokus stehen dabei Nell und Eva, alle anderen sind als Nebendarsteller zu bezeichnen.
Bevor sich die Welt verändert, macht Nell gerade ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol und in Sachen Liebe, Eva strebt eine Karriere als Ballerina an und übt unentwegt dafür.

Gespielt werden die Schwestern von Ellen Page (HARD CANDY) und Evan Rachel Wood (WESTWORLD). Auch wenn beide im echten Leben auf die 30 zugehen, würde man Nell (Page) im Film eher auf 18 schätzen, Eva 3-4 Jahre älter.
Trotzdem ist es die jüngere, die reifer mit der Situation umgeht und sich für den Zuschauer als Identifikationsfigur anbietet. Schauspielerisch sind aber beide gleichauf auf hohem Level unterwegs.

Böse Zungen könnten behaupten, dass es dem Film nicht nur an Strom, sondern auch an Spannung fehlt und tatsächlich gibt es hier keinen strammen Plot, sondern nur natürliche Wendungen wie eine natürliche Lebensmittelknappheit.
Zwar erleben wir unschöne Verletzungen mit Kettensägen und verschiedene Eindringlinge sorgen entweder für ein latentes oder auch sehr direktes Gefühl der Bedrohung, aber da wir als Zuschauer über ein Jahr am Leben von Nell und Eva teilhaben, ist auch fast klar, dass INTO THE FOREST mehr Drama als Thriller ist.

Als Location dient dabei fast ausschließlich das Haus und die Umgebung, was neugierige Zeitgenossen, die gerne mehr zur Ursache und dem Leben der anderen betroffenen Menschen des Stromausfalls wissen wollen, ebenfalls übel aufstoßen dürfte.
Allerdings ist INTO THE FOREST schlüssig und ohne Pathos erzählt und erlaubt sich erst in den Schlussminuten eine Entscheidung, die wohl nur Menschen begreifen dürften, die zu lange vom Stromnetz getrennt sind.

Fazit: Die große Katastrophe sieht im Film meist anders aus, hier erleben wir stattdessen, dass vermeintliche Kleinigkeiten ausreichen, um die Zivilisation aus der Bahn zu werfen.

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