Review: JULIA’S EYES

 

 
Overview
 

Darsteller: Belen Rueda, Lluís Homar, Clara Segura, Hector Claramunt, Julia Gutiérrez Caba
 
Regie: Guillem Morales
 
Drehbuch: Guillem Morales, Oriol Paulo
 
Länge: 112 min
 
Veröffentlichung: 04. August 2011
 
Verleih/Vertrieb: Studiocanal
 
Genre: ,
 
Land:
 
Bewertung
6.0
6.0/ 10


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Posted 25. August 2016 by

Als Julia’s Schwester Sara sich das Leben nimmt, ist der Grund dafür scheinbar der fortschreitende Verlust ihrer Sehkraft. Julia leidet an der gleichen Krankheit und während sie Nachforschungen zu Saras mysteriösem Tod anstellt, muss sie nicht nur gegen drohende Blindheit, sondern auch gegen Lügen, Verrat und einen unsichtbaren Gegner ankämpfen.

Lange Zeit bleibt völlig unklar, woher die Bedrohung kommt, welches Spiel gespielt wird und natürlich wie alles enden wird. Während einiges auf übernatürliche Kräfte hindeutet, ist auch eine weltlichere Erklärung nicht auszuschließen.
Kurzum, wir sind als Zuschauer so blind wie Julia und obwohl ein Film in völliger Dunkelheit wenig Sinn machen würde, spielt Regisseur Guillem Morales doch gekonnt mit hell und dunkel, Licht und Schatten, Sehkraft und Blindheit.
Wenn Julia zeitweise nichts sehen kann, sehen auch wir die Gesichter ihrer Gesprächspartner nicht. Ihre Anfälle erleben wir aus ihrer Sicht und neben ihr lernen wir einige andere blinde Menschen kennen, selbst ein Hotel heißt -scheinbar unwichtig- Bella Vista (Schöne Aussicht).

Bemerkenswert ist eine Szene in der Julia in eine Gruppe von blinden Frauen gerät, die nichts von ihrer Anwesenheit wissen. In anderen starken Momenten kommen spitze Gegenstände Augäpfeln gefährlich nahe…oder zu nahe.

Nun muss man aber auch sagen, dass Julia scheinbar im Minutentakt vor ihrem Verfolger davonläuft (manchmal auch umgekehrt) und mal sehend, mal blind ist, ohne dass die Geschichte wirklich vorankommt. Dazu kommen Nebenkriegsschauplätze, wie die Rolle von Julia’s Mann, einem geheimnisvollem Schlüssel und einer (ebenfalls blinden) Nachbarin, die teilweise mehr verwirren als weiterhelfen.
So leidet letztlich auch die anfangs gut aufgebaute Atmosphäre und die Idee eines unsichtbaren Fremden etwas.
Das Finale ist routiniert und passabel, aber nach dem langen Rätselraten hätte man sich doch etwas mehr Substanz gewünscht.

Nachdem wir in der Vergangenheit spanische Filme immer wieder so sehr loben konnten, dass man glauben musste die dortige Filmindustrie würde uns mit dicken Schecks füttern, muss man bei JULIA’S EYES ein paar Abstriche machen.

So ist JULIA’S EYES am Ende zwar ein netter Psycho-Thriller, der aber hätte besser sein können. Die ca. 2 Stunden Laufzeit hätte man ohne nennenswerte Verluste auf 90 min. straffen können und damit vielleicht auch einige Logiklöcher gestopft.

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