Review: JUNGLE (2017)

 

 
Overview
 

Darsteller: Daniel Radcliffe, Alex Russell, Thomas Kretschmann
 
Regie: Greg McLean
 
Drehbuch: Justin Monjo
 
Länge: 111 min
 
Verleih/Vertrieb: Splendid
 
Genre: ,
 
Land:
 
Freigabe:
 
Bewertung
7.5
7.5/ 10


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Posted 28. November 2017 by

Wenn der Regisseur von WOLF CREEK, DAS BELKO EXPERIMENT und ROGUE – IM FALSCHEN REVIER mit dem Star aus DIE FRAU IN SCHWARZ, HORNS, VICTOR FRANKENSTEIN und SWISS ARMY MAN gemeinsame Sache machen, muss doch klar sein wohin die Reise geht…oder?

Weit gefehlt. Wer aufgrund des Lebenslaufs von Greg McLean und Daniel Radcliffe einen Horrorfilm oder zumindest einen fantastischen, übernatürlichen Thriller erwartet, liegt falsch.

Die Backpacker Yossie, Marcus und Kevin lernen in Bolivien den erfahrenen Karl kennen, der anbietet sie in den unentdeckten Dschungel zu einem Indianerstamm zu führen. Die Abenteurer sagen zu, doch die Strapazen sind anstrengend und durch eine Verkettung von Ereignissen findet sich Yossi plötzlich alleine im Urwald wieder und muss den Weg zurück in die Zivilisation finden.

Man kann daher darüber streiten, ob JUNGLE bei uns überhaupt richtig ist, aber da wir nun ohnehin eingeschaltet hatten und Film vorfanden, der allemal spannender ist, als das was andere im Urwald anstellen (Ich schaue in deine Richtung, Eli Roth), lohnt es sich sicher ein paar Worte dazu zu verlieren.

Daniel Radcliffe beweist mal wieder, dass er sich seit seiner Harry Potter – Zeit emanzipiert hat, trägt inzwischen Bart und durchläuft im Laufe der Geschichte eine Transformation bei der er gewaltig abmagert.
Überraschender ist aber die Performance von Thomas Kretschmann, der in DARIO ARGENTO’S DRACULA und HOSTEL 3 eine furchtbar schwache Leistung ablieferte, hier aber glaubwürdig spielt.

Star ist aber auch der titelspendende Dschungel, der in prächtigen Aufnahmen eingefangen wird und dabei oft weit unschuldiger erscheint als in den Momenten in denen Yossi ums nackte Überleben kämpft.

Damit steht JUNGLE in der Tradition solcher Filme wie ÜBERLEBEN (ohne Kannibalismus), THE WAY BACK (ohne Flucht) oder THE REVENANT (ohne Schnee).
Dass Greg Mc Lean vom Horror kommt, beweist er nur mit einigen Szenen, wobei vor allem eine OP zu nennen ist, in der sich Yossi eines Parasiten entledigt.

Davon abgesehen wäre es sicher auch in Ordnung gegangen dem Film eine Freigabe ab 12 zu verpassen. Vielleicht lag es aber auch an etwas Drogenkonsum zu Beginn, der unsere Jugendschützer davon abhielt. Diese Szene wäre ebenso verzichtbar gewesen, wie die Wahnvorstellungen, die Yossi später entkräftet und hungrig durchlebt.

Die Figur des Yossi Ghinsberg gab es übrigens tatsächlich. Der überlebte 1981 nicht nur 3 Wochen im Regenwald, er war es auch, der die Buchvorlage für JUNGLE schrieb. Damit ist zwar das Ende gewissermaßen gespoilert, Freunde von „auf Tatsachen beruhend“ haben aber trotzdem guten Grund einzuschalten….auch wenn‘s mal kein Horror ist.

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