Review: KATZENAUGE (1985)

 

 
Overview
 

Darsteller: Drew Barrymore, James Woods, Alan King
 
Regie: Lewis Teague
 
Drehbuch: Stephen King
 
Länge: 90 min
 
FSK: ab 16
 
Veröffentlichung: 14. September 2017 (BD)
 
Verleih/Vertrieb: Koch Media
 
Genre: , ,
 
Land:
 
Bewertung
6.5
6.5/ 10


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Posted 5. September 2017 by

Es ist nicht so, als ob Stephen King ein Comeback nötig hätte, aber mit der Veröffentlichung der neuen ES-Adaption ist der Autor natürlich mal wieder in aller Munde und so erhalten diesen Monat sowohl DER WERWOLF VON TARKER MILLS, als auch KATZENAUGE ihre verdiente Blu Ray – Veröffentlichung.
KATZENAUGE ist eine Sammlung von drei Kurzgeschichten, von denen zwei aus Kings Buch NACHTSCHICHT  stammen.

In der ersten Story QUITTERS, INC will ein Mann mit dem Rauchen aufhören und wendet sich an eine geheimnisvolle Firma, die ihn dabei unterstützen soll. Was ihm da noch nicht klar ist, die Methoden von Quitters Inc. sind gelinde gesagt ungewöhnlich.
Wird der Kunde rückfällig, verpasst man seiner Frau Stromstöße. Selbst eine Vergewaltigung ist nicht ausgeschlossen.
Immerhin ist das ein Anreiz den Kippenautomaten zu meiden….

Geschichte zwei ist DER MAUERVORSPRUNG und hier zwingt ein dubioser Geschäftsmann den Geliebten seiner Frau zu einer makabren Mutprobe. Wenn er es schafft auf dem schmalen Mauersims in schwindelerregender Höhe einmal ums Gebäude zu laufen, lässt er den Nebenbuhler gehen, seine Frau dazu und beide erhalten eine stattliche Summe für einen Neuanfang.
Doch wie das mit betrogenen Ehemännern so ist, sie sind nachtragend.

Die dritte Geschichte wurde extra für den Film geschrieben und passt inhaltlich am besten zum Titel des Films, denn hier findet die Katze, die zuvor schon als Streuner von Story zu Story huschte, ein neues Zuhause. Und das gerade rechtzeitig, denn das kleine Mädchen, das ihn bei sich aufnimmt, erhält nachts Besuch von einem Kobold, der es töten will.
Ein unbarmherziger Kampf zwischen Katze und Kobold entbrennt.

KATZENAUGE wurde 1985 gedreht und zu dieser Zeit war Kinderzimmergrusel wie POLTERGEIST, ET oder GOONIES angesagt. Daher wundert es auch nicht, dass die junge Drew Barrymore das Mädchen spielt. Trotzdem will die effektlastige, leichte Geschichte mit dem kleinen fiesen Kobold nicht zu den anderen beiden Segmenten passen, die ohne übernatürliche Phänomene einer simplen Was-wäre-wenn-Thematik nachgehen.

Andererseits sind Kurzgeschichtensammlungen selten homogen und dieses Abwechslungsreichtum kann ebenso gut als Pluspunkt gewertet werden. Schlecht ist jedenfalls keine der Geschichten, sie alle haben aber gemeinsam, dass sie mit einem nunmehr antiquierten Charme überzogen sind. Nicht nur die Effekte sind ins Alter gekommen, auch eine häufig wiederkehrende Melodie erinnert an eine billigere Variante des ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT-Sounds.

Schauspielerisch schöpft man aber aus den Vollen und hat neben der schon erwähnten Drew Barrymore, die schon seit Grundschultagen ein Star war, James Woods (JOHN CARPENTER’S VAMPIRE) als Nichtraucherkandidaten engagiert.

Stephen King, der übrigens auch das Drehbuch verfasste, hat sich auf typische Weise erlaubt auf einige seiner eigenen Werke anzuspielen und so läuft in einer Szene DEAD ZONE im Fernsehen, ein auffälliges rotes Auto fährt durchs Bild und ein miesepetriger Bernhadiner hat einen Cameo. Übrigens: KATZTENAUGE-Regisseur Lewis Teague hat auch CUJO gedreht.

Fazit: Harten Schrecken sollte hier niemand erwarten, aber für King-Fans ist KATZENAUGE immer noch interessant.

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