Review: LAST SHIFT (2014)

 

 
Overview
 

Darsteller: Juliana Harkavy, Joshua Mikel, Hank Stone
 
Regie: Anthony DiBlasi
 
Drehbuch: Anthony DiBlasi, Scott Poiley
 
Länge: 84 min
 
FSK: ab 18
 
Veröffentlichung: 27. Januar 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Splendid
 
Genre: ,
 
Land:
 
Bewertung
7.0
7.0/ 10


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Posted 13. Februar 2017 by

Die junge Polizistin Loren soll ihren ersten Dienst in einer Polizeistation antreten, die am nächsten Tag für immer schließen wird. Was nach einer ruhigen Nachtschicht klingt, entwickelt sich in kürzester Zeit zu einem Terrortrip, bei dem Loren nicht nur beginnt am eigenen Verstand zu zweifeln, sondern sich auch fragen muss, ob ihre erste Schicht gleichzeitig ihre letzte sein könnte.

LAST SHIFT ist der neueste Streich von Anthony DiBlasi, der schon mit DREAD und CASSADAGA anständige Horrorfilme drehte, die aber recht unbekannt blieben. Vermutlich wird auch LAST SHIFT keine Begeisterungswelle auslösen oder das Genre maßgeblich verändern, das grimmige Cover macht aber schon mal Lust auf mehr und tatsächlich bietet auch der Film selbst kurzweiligen Grusel, denn im alten Polizeirevier ist einiges los.

Während zunächst ein Penner durch die Gänge schleicht, der ins Gebäude strullert und eine zwielichtige Dame vor der Station rumhängt, sind es bald unheimliche Notrufe, die per Telefon eingehen (obwohl alle Anrufe umgeleitet werden).
Damit nicht genug, setzen Loren auch noch Geistererscheinungen zu. Kann es sein, dass der Tod eines Sektenführers damit zu tun hat und welche Rolle spielt Lorens ebenfalls toter Vater?

LAST SHIFT ist ein kleiner Film, der die Location nie verlässt und komplett aus der Sicht seiner Hauptdarstellerin erzählt wird. Das ist aber genau, was DiBlasi im Kopf hatte.
Was wir zu sehen bekommen, erinnert an NACHTWACHE, an LET US PREY und natürlich auch an ASSAULT – ANSCHLAG BEI NACHT, was der Film aber nicht bietet ist eine ausgeklügelte Geschichte.
Eine Basis-Story ist natürlich vorhanden, spielt aber nur eine untergeordnete Rolle. Hier geht es um unverkopften Grusel, der sich an wenige Regeln hält. Wann sich Türen von alleine öffnen und schließen folgt kaum einer Logik, sondern passiert eben da wo Platz im Drehbuch war.
Wie, wann und warum Loren Gespenster sieht, muss man ebenfalls nicht hinterfragen, sondern einfach akzeptieren.

Klar ist aber, dass durch diese Unberechenbarkeit immer was los ist und man sich als Zuschauer besser für alles bereit hält….auch dass sich das verlassene Polizeirevier anfühlt wie der Münchner Hauptbahnhof zur Rush Hour.

Zudem muss man LAST SHIFT einfach attestieren, dass die Horroranteile vernünftig umgesetzt sind und zwar die üblichen Jumpscares enthalten, aber auch Gewalteinsätze nutzt und insgesamt eine unwohlige Atmosphäre erzeugt wird.

Am Ende hat der Film zwar doch nur die Halbwertszeit einer guten Geisterbahnfahrt, aber was ist verkehrt mit einer guten Geisterbahnfahrt?

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