Review: LIFE AFTER BETH (2014)

 

 
Overview
 

Darsteller: Aubrey Plaza, Dane DeHaan, John C. Reilly
 
Regie: Jeff Baena
 
Drehbuch: Jeff Baena
 
Länge: 82 min
 
Land: USA
 
Veröffentlichung: 01. Okt 2015 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Universal
 
Genre: ,
 
Bewertung
7.0
7.0/ 10


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Posted 4. Oktober 2015 by

WEG MIT DER EX ist noch nicht kalt, da kommt mit LIFE AFTER BETH schon der nächste Film daher, in der ein junger Mann den Tod seiner Freundin betrauern muss und kurz darauf feststellt, dass die Dame unangenehm verändert wieder auf der Matte steht.

Von der Ausgangslage sind sich die Filme so ähnlich, das sich auch ein direkter Vergleich angeboten hätte, heute soll es aber primär um Beth gehen, die beim Wandern von einer Schlange gebissen wurde. Wir steigen erst nach ihrem Tod in die Story ein und lernen ihren am Boden zerstörten Freund Zach kennen, der sich in der Zeit nach der Beerdigung mit Beth‘ Eltern anfreundet. Diese versuchen ihm trotzdem zu verschweigen, dass Beth eines Tages quicklebendig nach Hause zurückkehrt und sich offenbar an nichts erinnert.

Life after Beth

Während die Eltern (genau wie der Film) die Wiederauferstehung als Geschenk annehmen, dass sie nicht hinterfragen, ist Zach die Sache nicht geheuer. Und das aus gutem Grund: nicht nur unterliegt Beth mehr Stimmungsschwankungen, als eine Schwangere auf Speed, einfache Verletzungen wie ein Sonnenbrand scheinen auch nicht mehr zu heilen und sie ist nicht die einzige in der Umgebung, die sich merkwürdig verhält.

So absehbar das Ergebnis auch ist – natürlich handelt es sich um einen Zombiefilm -, die Erzählweise des Films ist ungewöhnlich. Wo WEG MIT DER EX von Anfang an klarstellte, dass wir es mit einer Komödie zu tun haben, beginnt LIFE AFTER BETH nicht nur wie ein Drama, sondern lässt den Humor wohldosiert einfließen und verzichtet auf sprunghafte Wendungen.

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Durch diese langsame, aber stetige Entwicklung der Dinge bleibt die Handlung für den Zuschauer immer nachvollziehbar und man wird fließend in einen größer werdenen Strom aus Absurditäten hineingezogen. Absurd ist das auch deswegen, weil wie oben schon angedeutet, nicht nur Beth‘ Rückkehr, sondern auch weit Schlimmeres ohne viele Fragen hingenommen wird.

Absurd aber auch, weil der Humor ganz unterschiedlicher Natur ist und manchmal dezent versteckt im Hintergrund abläuft, manchmal mit der flachen Schippe zuschlägt.
Die Schauspieler des Films vermitteln hingegen eine Ernsthaftigkeit, die wenig klamottenhaftes an sich hat und wiederum mehr nach Drama aussieht.
Highlight ist in dieser Hinsicht Beth-Darstellerin Aubrey Plaza, die ihre Rolle als Untote angenehm klischeefrei spielt und von charmant, über etwas eigenartig bis zu vollkommen gaga eine große Bandbreits abdeckt.

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Und dann ist da noch der Jazz. Als Soundtrack für einen Horrorfilm erwartet man spannungssteigernde Orchestermusik, eventuell Synthesizer a la John Carpenter, in rasanten Momenten vielleicht auch mal harte Gitarren, der Smooth Jazz, den LIFE AFTER BETH nutzt, ergibt aber nur in Kontext mit der Handlung Sinn und ist gewöhnungsbedürftig.

Es gibt Momente, da weiß man nicht, ob mancher krude Moment einfach der Unerfahrenheit von Autor und Regisseur Jeff Baena geschuldet ist, der zwar vor Jahren das Drehbuch der gelobten Komödie I HEART HUCKABEES schrieb, ansonsten aber Neuling ist.
Andererseits ist LIFE AFTER BETH in sich schlüssig, nur eben einen Tick anders als andere.

Fazit: Wer WEG MIT DER EX oder auch KÜSS MICH, ZOMBIE mochte, sollte hier einschalten.

 

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