Review: MEA CULPA (2014)

 
mea culpa
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Overview
 

Darsteller: Vincent Lindon, Gilles Lellouche, Nadine Labaki
 
Regie: Fred Cavayé
 
Drehbuch: Fred Cavayé, Guillaume Lemans
 
Länge: 90 min
 
Land: Frankreich
 
Veröffentlichung: 22. Januar 2015 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Twentieth Century Fox
 
Genre:
 
Bewertung
7.0
7.0/ 10


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Posted 8. Februar 2015 by

Wer sich nach hartem Horror aus Frankreich sehnt, wurde in letzter Zeit nicht gerade verwöhnt. Damit wird sich auch mit MEA CULPA nichts ändern. Der ist zwar Franzose und wie man es gewohnt ist, wenig zimperlich, aber im Thriller – Genre angesiedelt.

Simon arbeitete einst als Polizist, doch nachdem er betrunken einen fatalen Unfall baute, verlor er nicht nur seinen Job, sondern musste ins Gefängnis und seine Frau ließ sich scheiden.
Nun hält er sich mit einem miesen Job bei einem privaten Sicherheitsdienst über Wasser und hat nur wenig Kontakt zu seiner Familie, doch als sein Sohn Théo Zeuge eines Mordes wird, tut sich Simon mit seinem ehemaligen Partner zusammen, um seine Frau und seinen Sohn zu schützen, auch wenn das bedeutet sich mit gefährlichen Menschen anzulegen.

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MEA CULPA wird wohl das Schicksal vieler Filme teilen, deren einziger Fehler es ist, im falschen Land entstanden zu sein und daher ein Geheimtipp bleiben. Die Hauptdarsteller Vincent Lindon und Gilles Lelouche sind Charakterköpfe, aber eben vor allem in der Heimat bekannt. Hätte man in stattdessen sagen wir mal Liam Neeson eingesetzt, wäre inzwischen wohl Teil 2 schon in der Mache.

Nein, MEA CULPA ist nicht 96 HOURS, aber wie der erste Teil dieser Reihe setzt er auf harte realistische Action, bei der nicht jeder Fausthieb durch einen dreifachen Flicflac eingeleitet wird, sondern Menschen bluten, wenn sie eins aufs Maul kriegen.

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Und davon gibt’s reichlich. Schon eine Szene gleich zu Beginn, die eine derbe Auseinandersetzung in einem Auto zeigt (und damit an I SAW THE DEVIL oder KILLERS erinnert) zeigt, was wir zu erwarten haben.
Dabei ist der Hauptplot so geradeaus ist wie die Champs-Élysées. Nichts wird unnötig verkompliziert. Die Guten kämpfen gegen die Bösen und das ist in dem Fall die russische Mafia. Die stellt man nicht im Detail vor, wir erfahren nicht, welche Geschäfte sie machen und da sich die Bande nur auf Russisch unterhält und Untertitel fehlen, bleiben uns diese Menschen fremd und unsympathisch.

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Fremd bleibt dem Zuschauer allerdings auch die Entscheidung der Bösewichte einen einzelnen Zeugen ausschalten zu wollen und dies ausgerechnet in einem vollbesetzten Zug zu tun, wo sich sofort hundert neue Zeugen ergeben.

Um die Story dann doch etwas variabler zu gestalten, hat Regisseur /Co-Autor Fred Cavayé diverse Subplots eingebaut, die mal mehr, mal weniger wichtig und interessant sind. Die Nebenstory um einen gemobbten Kollegen Simons hätte man sich schenken können, mehr Substanz hat hingegen die Freundschaft zwischen Simon und Ex-Kollege Franck, der später besondere Bedeutung zukommt.

Fazit: Nicht perfekt, aber ein anständiger Thriller, der nicht mit comichafter Mainstream-Action nervt.

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