Review: OPEN WATER – CAGE DIVE (2017)

 

 
Overview
 

Darsteller: Joel Hogan, Josh Potthoff, Megan Peta Hill
 
Regie: Gerald Rascionato
 
Drehbuch: Stephen Lister, Gerald Rascionato
 
Länge: 77 min
 
Veröffentlichung: 27. Oktober 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Splendid
 
Genre: ,
 
Land:
 
Freigabe:
 
Bewertung
4.0
4.0/ 10


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Posted 22. November 2017 by

OPEN WATER: CAGE DIVE ist der dritte Teil der OPEN WATER – Reihe, dazu muss man aber noch ein paar Worte verlieren. Wie schon Teil 2 entstand der Film als unabhängiges Werk und wurde letztlich nur durch die Namensgebung in die OPEN WATER – Familie eingegliedert.
Macht aber nichts, denn auch wenn die bekannten Geschichten nicht weitererzählt werden, segelt man inhaltlich in ähnlichen Gewässern.

Soll heißen: eine Gruppe von Menschen treibt durch eine unglückliche Verkettung von Umständen auf dem Ozean, wo Hilfe fern und Haie nah sind.

Das war vor allem in Teil 1 simpel, aber so anschaulich dargestellt, dass viele Taucher danach ein ungutes Gefühl bei ihrem Hobby hatten.  Die Kameraarbeit war zudem so roh geraten, dass man den Film (fälschlicherweise) manchmal dem Found Footage zuordnete.

OPEN WATER: CAGE DIVE ist hingegen tatsächlich Found Footage und statt eines einfachen Missverständnisses bringt eine Monsterwelle (wtf?!) unsere Helden in die missliche Lage.
Die Haie, die die Gruppe eigentlich durch einen sicheren Käfig hindurch beobachten wollten, werden durch dieses Naturereignis hingegen nicht beeinflusst und erinnern sich schnell daran, dass Touristen nahrhaft sind.

Tricktechnisch wird hier mehr geboten als in den Vorgängern und da gibt es auch wenig Grund zu jammern. Damit enden aber auch die positiven Eindrücke.

Wir kommen an dieser Stelle um ein paar Spoiler nicht herum, also seid gewarnt.
Andererseits ist der einzige Grund, warum manches aus OPEN WATER: CAGE DIVE eine Überraschung darstellt der, dass Cptn. Logikloch zuschlägt.
Der Subplot, dass Megan, die mit Josh zusammen ist, auch eine Affäre mit dessen Bruder hat, stört zunächst nicht, eskaliert aber in einem Moment, wo normale Leute andere Sorgen haben, zum Beispiel zu überleben.

Noch besser ist aber der Augenblick, in dem die drei in den Weiten des Ozeans etwas entdecken, was sich als Rettungsinsel entpuppt (welch Zufall), einige Zeit später sogar noch eine weitere Überlebende auflesen (ja, die Weltmeere sind voll mit Müll), sich dann aber derart dumm anstellen, dass ihnen der Darwin-Award sicher ist.
In diesen Szenen ist förmlich zu hören, wie jemand den Drehbuchautoren zuflüsterte, dass sie noch ein paar schicke Wendungen einbauen müssen, um auf die immer noch schmale Laufzeit von 77 min zu kommen.
Und mit diesen Menschen soll man mitfiebern? Wie soll das gehen?

Den interessanten Teil der Geschichte gab es besser erzählt schon in Teil 1 und alles andere ist überwiegend an den Haaren herbeigezogener Quatsch. Dass niemand die Geschichte überlebt ist im Found Footage – Bereich ohnehin gängig, wird aber schon von Beginn an mehr als deutlich. Auch hieraus ist also keine Spannung zu generieren.

Empfehlen kann man OPEN WATER: CAGE DIVE nur jenen, die die beiden Vorgänger noch nicht gesehen haben, aber auch dann wird schnell der Eindruck entstehen, einen Film zu sehen, den man nicht sehen muss.

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