Review: PAY THE GHOST (2015)

 

 
Overview
 

Darsteller: Nicolas Cage, Veronica Ferres, Sarah Wayne Callies
 
Regie: Uli Edel
 
Drehbuch: Dan Kay
 
Länge: 91 min
 
Land: Kanada
 
Veröffentlichung: 28. April 2016 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: New KSM
 
Genre: ,
 
Bewertung
5.5
5.5/ 10


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Posted 1. Mai 2016 by

Wieviel Hohn und Spott mussten Nicolas Cage, Veronica Ferres und Sarah Wayne Callies (bzw. ihre Rolle der Lori in THE WALKING DEAD) in den letzten Jahren in den Medien und an den Stammtischen gemeinsam einstecken?
Ob immer gerechtfertigt oder nicht, es war eine Menge. Dass diese Personen eines Tages zusammen in einem Film spielen würden, ist also quasi ein feuchter Traum für alle Hater.
Mit PAY THE GHOST ist es soweit und wir haben nachgesehen, ob sich der Film trotzdem lohnt.
pay the ghost cage
Inhalt: Gerade wurde Familienvater Mike zum Professor ernannt, doch was ein glücklicher Abend hätte werden sollen, wird für die Familie zur Katastrophe, als Sohn Charlie in der Halloweennacht spurlos verschwindet. Ein Täter wird nie gefunden und knapp ein Jahr später, ist auch die Ehe der Eltern zerrüttet.
Doch da entdeckt Mike eine Spur, die zu einem uralten Fluch führt.
pay the ghost veronica ferrres
PAY THE GHOST basiert auf einem Roman, was der Story anzumerken ist, die zwar kaum als hohe Literatur durchgeht, aber mehr Grip hat als so manch anderer Horrorfilm.
Für die Verfilmung ist übrigens ein deutscher verantwortlich und nicht irgendwer, sondern Uli Edel, der mit CHRISTIANE F – WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO, LETZTE AUSFAHRT BROOKLYN und DER BAADER MEINHOF KOMPLEX höchst sehenswerte Ergebnisse ablieferte.
Abgesehen von einer Episode GESCHICHTEN AUS DER GRUFT, ist Edel aber kein Horror-Regisseur und das ist PAY THE GHOST ebenfalls anzumerken.

Daher hat der Film nicht nur einen bemühten, aber letztlich müden Geisterbahncharme, sondern probiert sich auch an allerlei Effekten, die wenig Zusammenhang haben. Da wäre ein Tretroller, der alleine durchs Zimmer saust; da wäre eine Kamera, die plötzlich Bilder einer Parallelwelt zeigt; Geier aus dem Jenseits, in Flammen aufgehendes Asia-Küchen. Es wird einfach vieles versucht, manches zündet, manches ist ein Rohrkrepierer.

Am Budget mangelt es wohl nicht, denn man gönnt sich Kamera-Überflüge über New York City oder Innenaufnahmen in ansehnlichen Gebäuden und der kanadische Horrorstar Stephen McHattie (PONTYPOOL, EXIT HUMANITY) wird in einer Mini-Rolle verwurstet. Dazu kommen die schon erwähnten Darsteller, die sicher auch den einen oder anderen Dollar mit nach Hause nahmen.
Veronica Ferres – auch nur in einer Nebenrolle – fällt nicht unangenehm auf, Sarah Wayne Callies macht ihre Sache recht ordentlich, aber das Nic Cage mal einen Oscar gewonnen hat, scheint doch weit weg.
Nein, dies soll kein weiteres Cage-Bashing werden, er spielt nicht katastrophal, aber gerade wenn man weiß, dass McHattie am Set war, fragt man sich, warum man ihm nicht die Hauptrolle gab.

Wie Cage ist auch der Film kein Weltuntergang. Menschen, die nur zu Halloween mal einen Horrorfilm in den Player zwängen, werden vielleicht sogar richtig Spaß haben. Vielsehern wird neben den austauschbaren Effekten nicht nur auffallen, dass der große Schrecken ausbleibt, sondern auch dass mancher Moment an andere Werke angelehnt ist. So ist z.B. eine gewisse Verwandtschaft zu POLTERGEIST vorhanden.

Fazit: Zum einmal schauen reicht’s.

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