Review: RETRIBUTION – DIE RÜCKKEHR DES UNBEGREIFLICHEN (2015)

 

 
Overview
 

Darsteller: Dennis Lipscomb, Leslie Wing, Suzanne Snyder
 
Regie: Guy Magar
 
Drehbuch: Guy Magar, Lee Wasserman
 
Länge: 109 min
 
Land: USA
 
Veröffentlichung: 1987; 10. April 2015 (Heimkino; 3-Disc-Edition)
 
Verleih/Vertrieb: ofdb filmworks
 
Sonstiges: ofdb filmworks veröffentlichte am 10. April 2015 die 3-Disc-Edition (1BD + 2DVD) mit umfangreichen Extras
 
Genre: ,
 
Bewertung
6.0
6.0/ 10


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Posted 7. Juli 2015 by

Wie wird man 2015 einem Film gerecht, der fast 30 Jahre auf dem Buckel hat? Betrachtet man ihn nach heutigen technischen Möglichkeiten und Sehgewohnheiten, ist das unfair.
Tut man so als wäre es 1987, ist im Grunde auch niemandem geholfen.
RETRIBUTION ist so ein Fall, dem man schon in der Eröffnungsszene seinen Geburtstag ansieht. Entsprechende Beleuchtung, Kameraführung und vor allem der 80s-Synthesizer-Sound lassen keinen Zweifel daran.

die rückkehr des unbegreiflichen

RETRIBUTION ist anders als etwa A NIGHTMARE ON ELM STREET, DIE FLIEGE, THE LOST BOYS etc. nicht besonders gut durch die Zeit gereist. Vermutlich war RETRIBUTION damals der hippste der Kollegen und zeigte mehr toupierte Haare und helleres Neon als andere, aber wer heute allzu modern sein will, ist morgen out. Dazu kommt, dass der Streifen immer etwas nach TV-Produktion aussieht, was dann Sinn ergibt, wenn man weiß, dass Regisseur Guy Magar vor allem in diesem Bereich arbeitete und unter anderem Folgen für A-TEAM und TRIO MIT VIER FÄUSTEN drehte.

Story:
Als sich der depressive Künstler George in einer Halloweennacht von einem Gebäude springt, überlebt er den Selbstmordversuch nur knapp, ist nach einem längeren Krankenhausaufenthalt und zahlreichen Sitzungen bei seiner Psychiaterin aber wieder soweit hergestellt, dass er in ein normales Leben zurückkehren kann. Doch George leidet an schrecklichen Alpträumen, in denen er zum Mörder wird und diese Morde passieren tatsächlich.
Als George Nachforschungen anstellt, findet er heraus, dass er nicht der einzige war, der in jener Nacht ein Nahtoderlebnis hatte.retribution 1987


Während die Optik Fakt ist, lässt sich über den Aufbau der Geschichte streiten. Blutrünstigem Publikum werden die wenigen Morde nicht reichen (auch wenn die durchaus brutal gestaltet sind) und wer moderne Action will, wird von der schleichenden Erkenntnis was mit George nicht stimmt, wenig überzeugt sein.

Schaut man hingegen genauer hin, bzw. nähert sich von der Gegenseite, stellt man fest, dass RETRIBUTION tatsächlich eine Geschichte hat, die über platte Morde und stumpfe Schocks hinausgeht und zwar keine harrschen Kehrtwenden veranstaltet, aber doch ein paar Überraschungen bereithält.

Was damals wie heute Stirnrunteln verursacht, ist allerdings die Frage, wie ein Typ wie George, der zwar sympathisch wirkt, aber auch bieder daherkommt und die gleiche Topffrisur trägt wie Jim Carrey in DUMM & DÜMMER, zu seiner Freundin Angel kommt, die der Inbegriff der angesagten 80er-Tussie ist. Es ist nicht der einzige Punkt, der nicht ins Gesamtbild passen will.

Hätte ich RETRIBUTION schon in meiner Kindheit gesehen, würde ich ihm heute wohl mehr nostalgische Liebe entgegenbringen, wer sich aber wünscht, die 80er Jahre wären nie vorüber gegangen, wird mit dem Film seinen Frieden finden.

 

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