Review: SICKLE (2013)

 

 
Overview
 

Darsteller: Kane Hodder, Tiffany Shepis, Rena Riffel
 
Regie: Robert Conway
 
Drehbuch: Robert Conway
 
Länge: ca. 78 min
 
Land: USA
 
Veröffentlichung: 18.10.2013 (DVD+BD)
 
Verleih/Vertrieb: Mad Dimension / Alive
 
Bewertung
5.0
5.0/ 10


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Posted 31. Oktober 2013 by

Kane Hodder…muss man mehr sagen?
Ein Typ, der zunächst als Stuntman im Hintergrund aktiv war, bei einem Unfall fast verbrannt wäre, später gerne Rollen übernahm, bei denen er eine Maske tragen musste (FREITAG DER 13, HATCHET) und doch zu den bekannten Gesichtern des aktuellen Horrors gehört.
Ein Blick auf imdb verrät, dass Kane derzeit an rund einem Dutzend Filmen arbeitet, die in der nächsten Zeit auf uns losgelassen werden (z.B. MUCK, SMOTHERED).
Hodder-Fans müssen aber nicht solange warten und werden schon mit SICKLE auf ihre Kosten kommen.

Sickle Prepare for Hell

Dort spielt er einen Kleinstadt-Sheriff, der das Gesetz sehr großzügig auslegt und als eine Verbrecherbande, die gerade die russische Mafia um eine Menge Geld erleichtert und ein beachtliches Blutbad hinterlassen hat, in dem Städtchen Rast macht, nimmt sich Sheriff Sickle der Sache an.

Eines ist mal klar: Autor/Regisseur Robert Conway hat wohl jeden existierenden Tarantino- und Rodriguez – Film gesehen und die meisten finden sich in SICKLE wieder. Ganz vorne wäre PLANET TERROR zu nennen, dem gleich zu Beginn als Film im Film gewürdigt wird.
Darüber hinaus wurde auch in SICKLE das Bild nachträglich auf alt getrimmt und verschiedene Filter verwendet, um möglichst abgewrackt daherzukommen.

Sickle Prepare for Hell

Dummerweise reicht die Kopie selten ans Original heran oder um es etwas anschaulicher auszudrücken: In SICKLE gibt es eine Bar, die man mit etwas Fantasie als Äquivalent zum guten alten Titty Twister sehen mag, nur dass Salma Hayek 2 Körbchengrößen mehr hatte als die Hühner, die dort ihre Hupen ins Bild halten.
Wo Tarantino/Rodriguez einen A-Film auf B-Movie trimmten, wird mit SICKLE versucht einen C-Schinken wie einen C-Schinken aussehen zu lassen.

So kommt das Werk stellenweise reichlich erzwungen rüber, statt sich auf seine Stärken zu konzentrieren…und die liegen im schon angesprochenen Kane Hodder. Der ist auch kein guter Schauspieler, war es nie und wird es vermutlich nie sein, verfügt aber über die nötige Ausstrahlung und funktioniert als Killer so gut wie eh und je.

Sickle Prepare for Hell

Die wohl größte Überraschung bereitet dabei die FSK, die trotz großflächiger Splatterangriffe nichts an SICKLE auszusetzen hatte und offenbar erkannte, dass nicht alles bierernst zu sehen ist.
Lediglich das Cover der Disc, das eine halbe junge Dame zeigt wurde Opfer der Zensur, ist auf der Innenseite aber in voller Pracht zu bewundern.

Eine brutale Story, knarzige Typen, ein (manchmal erzwungenes, manchmal authentisches) biliges Aussehen, eine Horror-Legende und eine Schüssel Eingeweide …SICKLE ist wohl das was man unter Grindhouse versteht und da die Laufzeit unter 80 min liegt, kann man trotz oder gerade wegen der Unzulänglichkeiten einen Blick riskieren. Langeweile kommt jedenfalls nicht auf.

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