Review: SLITHER (2006)

 
Slither
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Overview
 

Darsteller: Nathan Fillion, Elizabeth Banks, Gregg Henry, Michael Rooker
 
Regie: James Gunn
 
Drehbuch: James Gunn
 
Länge: 95 min
 
Land: USA
 
Veröffentlichung: 2006, 10. Juli 2014 (Blu Ray)
 
Verleih/Vertrieb: Koch Media
 
Bewertung
9.0
9/ 10


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Posted 18. Juli 2014 by

SLITHER landete nicht ohne Grund in unserer Zusammenstellung der besten Horrorkomödien und das nicht obwohl, sondern gerade weil er sich aus mehreren Jahrzehnten Grusel-Historie bedient und da er seine Einflüsse oft gar nicht verhehlt, für Fans viel zu entdecken hat.

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Eigentlich wollte Grant nach einem Streit mit seiner Frau nur den Kopf frei bekommen, doch bei einem Waldausflug mit Barbekanntschaft Brenda entdeckt er einen Meteoriten aus dem ein Wesen direkt in seine Brust schießt. In den nächsten Tagen beginnt sich Grant äußerlich zu verändern und er hat plötzlich enormen Hunger. Dieser überträgt sich auch auf Brenda, als er sie zur Wirtin von unzähligen schneckenartigen Parasiten macht.
Meteorit, ferngesteuerte Menschen, mörderische Parasiten, Zombies…Tausendsassa James Gunn, der nicht nur das Drehbuch des DAWN OF THE DEAD – Remakes beisteuerte, sondern sich in multiplen Genres und Funktionen wohlfühlt, ist offenbar auch Horrorfan und in SLITHER zeigen sich Einflüsse aus GEFAHR AUS DEM WELTALL, DIE DÄMONISCHEN / DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN, DIE NACHT DER CREEPS, DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT, DER BLOB…kurz, nahezu jedem vernünftigen Film, in dem fiese Außerirdische auf die Erde fanden.

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Statt sich aber beim einen oder anderen Klassiker anzubiedern, schafft es Gunn seinem Werk genügend Identität zu geben und versteckt doch etliche Anspielungen. So sind beispielsweise einige Namen von Figuren oder auf Schildern aus anderen Filmen entliehen.

Apropos Namen: SLITHER heißt auf Deutsch so viel wie glitschig und das bringt eine ganze Reihe Effekte auf den Punkt. Frauen mit extremem Übergewicht, explodierende Köpfe, Schleim spuckende Zombies, hier darf man sich ekeln, behält dabei aber immer ein Lächeln im Gesicht.
Letzteres liegt an dem hohen Humoranteil, der wohl auch dafür sorgte, dass die FSK den Film mit einer milden FSK 16 – Freigabe davonkommen ließ.
Bei den FX halten sich Handarbeit und Computereinsatz etwa die Waage und beide Varianten sehen dank eines stattlichen Budgets von etwa 30 Mio $ einwandfrei aus.

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Da blieb sogar noch Geld für Schauspieler und dass der Film mit drei richtig guten Hauptdarstellern inklusive guter Charakterzeichnung anrückt, wäre für diese Sorte Movie vielleicht gar nicht notwendig gewesen, aber seit wann schadet Qualität?
Elizabeth Banks (DIE TRIBUTE VON PANEM) und Nathan Fillion (SERENITY, BUFFY) mögen keine typischen Komiker sein, tauchen aber gerne in Komödien auf und zeigen auch hier ihr Können. Vor allem Fillion ist als lakonischer Sheriff, der ein Auge auf Grants Ehefrau geworfen hat, für einige coole Einzeiler gut.
Grant, der im Laufe des Films schwerstens mutiert, wird von Michael Rooker (THE WALKING DEAD) gespielt und zusammen bieten die drei alles was es für einen gelungenen Filmabend braucht, inklusive der Andeutung einer Dreiecksbeziehung, wie es sonst nur ein Sat1-TV-Event kann.

Das Besondere an SLITHER ist wohl, dass er es schafft Horrorfans jeglichen Alters an die Filme ihrer jeweiligen Jugend zu erinnern, trotzdem vollkommen modern wirkt und schlichtweg gut unterhält.

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