Review: STRANGER THINGS – Staffel 2 (2017)

 

 
Overview
 

Darsteller: Millie Bobby Brown, Finn Wolfhard, Winona Ryder
 
Regie: Matt Duffer, Ross Duffer
 
Veröffentlichung: 27.Oktober 2017 (Netflix)
 
Verleih/Vertrieb: derzeit exklusiv auf Netflix
 
Genre: , , , ,
 
Land:
 
Bewertung
8.5
8.5/ 10


User Rating
5 total ratings

 


0
Posted 30. Oktober 2017 by

Als letztes Jahr die erste Staffel von STRANGER THINGS erschien, waren wir überrascht…positiv überrascht. Ein Jahr später weicht diese Überraschung einer Erwartungshaltung…der hoffnungsvollen Erwartung, dass die zweite Staffel keinen Deut schlechter ist als die erste.
Ums kurz zu machen, es gibt viele Gründe, dass ihr die neuen Folgen genauso mögt, wie die alten.

Nachdem Will Byers zurückgekehrt ist, kehrt augenscheinlich Frieden in der Kleinstadt Hawkins ein.
Auch in der Geschichte ist etwa ein Jahr vergangen und Eleven, das Mädchen mit den besonderen Fähigkeiten bleibt ebenso verschwunden wie Barb. Während das Leben an der Oberfläche weitergeht, haben alle Beteiligten noch immer mit den Auswirkungen der Ereignisse zu kämpfen.
Aber es ist nicht nur die Vergangenheit, die Mike und die anderen plagt, das Portal zur Anderswelt steht noch immer offen.

Mit Staffel 2 führt die Serie einige neue Charaktere ein, gibt (dem erneut gebeutelten) Will Byers mehr Screentime, bleibt aber bei den bewährten Mitteln. Wer die 80er liebt, wird sich erneut in diese Zeit (zurück-)versetzt fühlen. Da treffen fragwürdige Vokuhilas auf Röhrenfernseher mit Zimmerantenne, Atari-Konsolen (kennt jemand noch „Dig Dug“?) stehen neben VHS-Rekordern und BMX-Rad kann man auch mit Walkie Talkie am Ohr fahren.

Soweit grundsätzlich nichts neues, außer dass Eleven Haare und Dustin Zähne haben, aber die Story wird fortgeführt, während Rahmenhandlung und Zwischenmenschliches etwa im 60:40-Verhältnis stehen.
Das gibt Luft für Exkurse, um z.B.  den Kids zuzusehen, wie sie sich zu Halloween als Ghostbusters verkleiden, inkl. eines aberkomischen Streits, wer nun den Venkman spielen darf. Dann geht es aber rasch zurück zum Wesentlichen, was sich manchmal gar nicht zu 100% trennen lässt, was aber für die Erzählkunst spricht, die die Duffer Brothers hier wieder an den Tag legen.

STRANGER THINGS atmet, es lebt. Man lacht, leidet und fiebert mit den Figuren und zu jedem Zeitpunkt ist zu bemerken, dass sich jeder am Set Mühe gab, wieder ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen, statt den bisherigen Erfolg zu verwalten.
Das beginnt natürlich bei den erneut sauber spielenden Darstellern, geht über die tadellose Kameraarbeit, den Soundtrack&Score (eine Mischung aus 80s Hard Rock und Synthie-Klängen) hin zu den Effekten, die zwar eindeutig nicht aus den 80ern entliehen wurden, aber den Beweis antreten, dass CGI nicht immer peinlich sein muss.

Staffel 2 besteht aus 9 Folgen, einer mehr als im Vorjahr, aber nicht übertrieben vielen. Anders als etliche anderen Serien, wo bewusst Zeit geschunden wird, hat hier fast alles seinen Platz. Dafür spricht auch, dass man plant die Serie nach „nur“ 4 Staffeln zu beenden.
Zwar entsteht der Eindruck, dass man mit Staffel 2 die Grundsteine für die kommenden Jahre legt und damit etwas Kurzweiligkeit opfert und auch ein Ausflug in die Großstadt bleibt Geschmackssache, andererseits entsteht daraus eine neue Tiefe.

Fazit: STRANGER THINGS Staffel 2 ist wieder eine gemütlich-mysteriöse Angelegenheit geworden, die die hohen Hoffnungen nicht ganz, aber weitestgehend erfüllt und erneut die Themen Freundschaft, Monster und übernatürliche Fähigkeiten bündelt.

Facebook Comments


0 Comments



Be the first to comment!


Leave a Response


(required)