Review: THE BABYSITTER (2017)

 

 
Overview
 

Darsteller: Bella Thorne, Samara Weaving, Leslie Bibb
 
Regie: McG
 
Drehbuch: Brian Duffield
 
Veröffentlichung: 13.10.2017 (Netflix)
 
Sonstiges: derzeit exklusiv bei Netflix
 
Genre: ,
 
Land:
 
Bewertung
8.0
8.0/ 10


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Posted 15. Oktober 2017 by

 

Babysitter und ihre Schützlinge pflegen ein eigenartiges Verhältnis in Horrorfilmen. Manchmal leiden und kämpfen sie gemeinsam gegen das Böse (HALLOWEEN), manchmal sind die Kids die Widersacher (BABYSITTER WANTED) und manchmal machen auch die Aufpasser den Kleinen das Leben zur Hölle (EMELIE).

Wie EMELIE gehört auch THE BABYSITTER zur letzten Kategorie und das obwohl Bee auf den ersten Blick ein Traum ist. Zwar hält sich Cole zu alt, um von der hübschen Blondine „bewacht“ zu werden, aber Bee versteht den nerdigen Jungen, beschützt ihn vor den Rowdies seiner Schule, spielt mit ihm Filmszenen nach und lässt ihn auch mal Alkohol trinken.
Doch als er eigentlich schlafen sollte, beobachtet Cole wie seine Babysitterin mit einigen Freunden Flaschendrehen spielt und sich das Spiel zum blutigen Spektakel wandelt. 

Es ist schön 2017 mal wieder einen dieser Filme zu sehen, in denen Menschen in sauberen Häusern in der Vorstadt wohnen und die Kids die (unerwarteten) Helden sind. Die 80er waren voll davon und ein Stück weit erinnert damit natürlich THE BABYSITTER an diese Epoche, ist aber alles andere als eine müde Retro-Nummer und wenn Cole diese Nacht überleben muss, dürfte das auch beim jungen Publikum gut ankommen.

Das liegt am hohen Tempo von Regisseur McG, der aus der Musikvideo-Szene stammt und mit TERMINATOR: DIE ERLÖSUNG und DREI ENGEL FÜR CHARLIE zeigte, dass er Action kann.
Mit dieser Erfahrung kann er auch hier punkten und so strotzt der Film vor schnellen Schnitten und ungewöhnlichen Kameraeinstellungen.

Vor allem macht THE BABYSITTER aber Spaß.
Weil er ein paar hübsche Details einfließen lässt, weil er immer für eine kleine Humoreinlage gut ist, weil das Blut kübelweise verspritzt wird.

Der Film läuft derzeit exklusiv bei Netflix. Die mussten in der Vergangenheit viel Kritik für ihre kleine Auswahl an Horrorfilmen einstecken, bewiesen aber jüngst mit DAS SPIEL, LITTLE EVIL und nun THE BABYSITTER, dass sie in der Lage sind, diese Lücke mit hochwertigen Eigenproduktionen zu schließen.

Sicher, der Film lebt von einer Reihe Stereotypen. So ist Cole wie schon erwähnt der sympathische Loser, Bee der feuchte Traum der männlichen Zuschauer jeglichen Alters (die sich über lesbische Küsse beim „Wahrheit oder Pflicht“ freuen dürfen) und auch die Nebenfiguren sind klar und einfach gezeichnet.
Das ist eigentlich kein Problem, im Gegenteil. Viel mehr macht sich der Film dann selbst das Leben schwer, wenn er versucht gegen Ende einige der zwischenmenschlichen Beziehungen zu verkomplizieren.

Für den Gesamteindruck ist das aber nebensächlich, denn die meiste Zeit ist THE BABYSITTER ein kurzweiliger Coming-of-Age-Fun-Splatter-Party-Spaß, der dich wünschen lässt, du wärst noch mal 12.

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