Review: THE HORDE – DIE JAGD HAT BEGONNEN (2016)

 

 
Overview
 

Darsteller: Vernon Wells, Matthew Willig, Bill Moseley
 
Regie: Jared Cohn
 
Drehbuch: Paul Logan
 
Länge: 84 min
 
FSK: ab 18
 
Veröffentlichung: 31. März 2017 (Heimkino)
 
Verleih/Vertrieb: Pierrot Le Fou
 
Genre: ,
 
Land:
 
Bewertung
3.5
3.5/ 10


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Posted 25. März 2017 by

 

Was wurde eigentlich aus dem guten alten Backwood-Genre?
Sind die Wälder inzwischen so weit abgeholzt, dass man sich vor brutalen Rednecks  in Sicherheit wiegen kann?
Mitnichten. THE HORDE zeigt mal wieder was passiert, wenn ihr statt im All-Inclusive-Hotel in der freien Natur Ferien macht.

Worum geht’s?:
Nach einer kurzen Einleitung, bei der zwei Teenies beim campen ermordet werden (was  alles über den Inhalt des Films sagt, was es zu wissen gibt), steigt THE HORDE mit einer Szene in einem (schlecht ausgeleuchteten) Klassenraum ein, wo eine dralle 20jährige Lehrerin ihre 18jährigen Schüler zu einer Wochenend-Fotoexkursion bewegt.
Die darauf folgende Szene zeigt den Freund der drallen Lehrerin, bzw. seinen Sixpack und ich bin kurz am Überlegen, ob dies ein Film aus einem anderen Erwachsenenbereich ist….aber Sixpack ist ehemaliger Navy Seal und er will nur campen.

Dumm nur, dass Lehrerin, Schüler und Sixpack ausgerechnet im gleichen Waldgebiet nächtigen, wo es die beiden Kids am Anfang erwischte. Während tagsüber noch munter fotografiert wird, Heiratsanträge gemacht werden oder im Gebüsch gevögelt wird, bricht nachts die Hölle los.
Ein Teil der Schüler wird von der namensgebenden Horde direkt ermordet, ein paar andere zusammen mit der Lehrerin verschleppt, vergewaltigt und gefoltert.

Sixpack-Soldier wird vermeintlich tot zurückgelassen…aber der sinnt auf blutige Vergeltung.
Da er bei den Navy Seals einiges gelernt hat, kann er nun Roundhouse Kicks wie Chuck Norris und Bogenschießen wie Rambo und mischt die Mutantenbande ordentlich auf.

Auf den ersten Blick bietet THE HORDE interessante Schauspieler, eigentlich aber nur das who is who der Abgehalfterten, die man für ein paar Hundert Euro für eine Convention buchen kann, wo sie über bessere Zeiten sprechen. Vernon Wells (PHANTOM COMMANDO), Bill Moseley (THE DEVIL’S REJECTS), Costas Mandylor (SAW 3-7) und Paul Logan, der nicht nur die Hauptrolle als Sixpack John übernimmt, sondern auch das Buch schrieb.

Dabei beweist Logan (MEGA PIRANHA), dass seine Figuren so vielschichtig sind, wie seine eigene Mimik: es bräuchte einen Chirurgen, um ihm einen zweiten Ausdruck beizubringen.
Abgerundet wird dieses Package durch Regisseur Jared Cohn, ein cineastischer Fastfood-Fabrikant, der alleine 2016 sechs Filme abdrehte und in der Vergangenheit an Mockbustern wie ATLANTIC RIM oder Bullshit wie BIKINI SPRING BREAK beteiligt war.

Die Charaktere sind arrogante Großstadtkids, Teenies mit Hormonüberschuss, heldenhafte Kriegsveteranen, debile Landeier, blutrünstige Waldbewohner…alles so plump dargestellt, dass man Zahnschmerzen davon bekommt.

Anders gesagt, THE HORDE ist für Menschen, die auch glauben, dass die WRONG TURN – Teile 3 bis 6 großes Kino sind und im direkten Vergleich hat die Horde sogar ein paar Gliedmaßen vorne. Die Masken sehen besser aus, es wird weniger blöde gekichert, es gibt mehr Action.

Und soviel muss man dem Streifen lassen, die Action ist (trotz pathetischer Zeitlupeneinlagen) recht passabel umgesetzt und gleichzeitig ein Alleinstellungsmerkmal. Da THE HORDE wirklich von einer ganzen Horde Widersachern handelt, ist auch der Bodycount gewaltig und wem das reicht, wird mit dem Film wohl glücklich.

Trotzdem solltet ihr jedem die Freundschaft kündigen, der euch erzählen will, dass dieses Werk mehr wäre, als ein C-Film.

Übrigens: Mit dem französischen Zombiestreifen DIE HORDE hat der Film nichts zu tun.

 

 

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