Review: TÖDLICHER SEGEN (1981)

 

 
Overview
 

Darsteller: Sharon Stone, Susan Bruckner, Ernest Borgnine, Maren Jensen, Michael Berryman
 
Regie: Wes Craven
 
Drehbuch: Glenn M. Benest, Matthew Barr, Wes Craven
 
Länge: 98 min
 
FSK: ab 16
 
Veröffentlichung: 8. Juni 2017 (erstmals als BD)
 
Verleih/Vertrieb: Koch Media
 
Sonstiges: Ehemals indiziert
 
Genre: , , ,
 
Land:
 
Bewertung
5.5
5.5/ 10


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Posted 24. Juni 2017 by

Wes Craven ist einer der größten Horrorregisseure, die je lebten. Nur John Carpenter hat womöglich eine höhere Hitdichte aufzuweisen, aber THE LAST HOUSE ON THE LEFT, SCREAM, THE HILLS HAVE EYES und NIGHTMARE sind Meilensteine.

TÖDLICHER SEGEN (auch bekannt als DEM TODE GEWEIHT), ist hingegen kein Klassiker und daher vermutlich nur echten Craven-Fans bekannt. Davon abgesehen, dass der Meister hier Regie führte, hat der 1981 entstandene Film aber einige bekannte Namen wie Sharon Stone (BASIC INSTINCT), Michael Berryman (THE HILLS HAVE EYES) und Ernest Borgnine (DIE KLAPPERSCHLANGE) in der Lineup.
Um es vorweg zu nehmen, auch das macht den Film zu keinem Must-See-Streifen.

Inhaltlich beschäftigt sich TÖDLICHER SEGEN mit der jungen Witwe Martha, deren verstorbener Mann sich von den Hittites – einer Amish-ähnlichen Gemeinschaft –  losgesagt hatte und einen mysteriösen Tod starb. Martha lebt weiterhin auf der kleinen Farm, umgeben von ihren religiös-engstirnigen Nachbarn und bald sterben weitere Menschen.

Als aktueller Vergleich ist THE DEVIL’S HAND zu nennen, der sich eines ähnlichen Themas bediente, aber ebenfalls nicht ganz rund wirkte. Bei TÖDLICHER SEGEN liegt das unter anderem daran, dass man nie so recht weiß, ob man es mit einem Krimi, einem Thriller oder einem Horrorfilm zu tun hat. Oft ist das Vermeiden von allzu deutlichen Schubladen eine gute Sache, wenn die Macher trotzdem wissen was sie wollen, doch Craven, der zusammen mit zwei anderen Autoren das Drehbuch schrieb, wirkt unentschlossen, was in einer unfassbaren Schlussszene gipfelt.

Schauspielerisch ist der Film im grünen Bereich, man hat aber als Zuschauer immer etwas den Verdacht, dass auch die Darsteller nicht so recht wussten, in welchem Filmgenre sie sich gerade aufhalten.

Dass der Film für rund 20 Jahre indiziert war verwundert doch gewaltig, Blutbäder finden sich ebenfalls nicht.

Gleichwohl muss man sagen, dass der Film starke Einzelszenen enthält, die Klischees der 80er etablieren, bevor andere Filme sie aufgriffen. Vielleicht bestes Beispiel ist eine Badewannenszene, in der ganz im Stile der berühmten, aber Jahre später entstandenen NIGHTMARE-Sequenz die Bedrohung zwischen den ins Wasser getauchten Beinen einer Frau auftaucht.
Auch die trügerische weiße Veranda – Idylle, die Wes Craven mit NIGHTMARE und SCREAM fortführte, taucht hier auf.

Fazit: Für Sekten- und vor allem Wes Craven – Fans sicher interessant, aber auch ein Horrorgott erschafft mal Mittelmaß

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