Review: TRUTH OR DARE (2012)

 

 
Overview
 

Darsteller: David Oakes, Liam Boyle, Jack Gordon
 
Regie: Robert Heath
 
Drehbuch: Matthew McGuchan
 
Länge: 95 min
 
Land: UK
 
Veröffentlichung: 11. Oktober 2013 (DVD+BD)
 
Verleih/Vertrieb: Mad Dimension
 
Bewertung
4.0
4/ 10


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Posted 10. November 2013 by

Wenn Jigsaw in den SAW-Filmen „ein Spiel spielen“ will, meint er vermutlich nicht Flaschendrehen. Genau dieses schadensfrohe Partyspielchen ist es aber, das hier im Mittelpunkt steht.

Als der schüchterne Felix beim Wahrheit-oder-Pflicht-spielen auf einer Fete zum Opfer von Hohn und Spott wird, ahnt noch niemand wie sehr der sensible junge Mann sich die Sache zu Herzen nimmt. Einige Monate später lädt Felix seine Freunde zu einem Fest auf das Anwesen seiner Eltern ein.
Als diese eintreffen, ist Felix nicht anwesend, auch keine anderen Gäste, sondern nur Felix‘ Bruder, ein Soldat, der noch einmal Wahrheit oder Pflicht spielen will.

Truth Or Dare

Das Motiv Rache ist in Horrorfilmen natürlich altbekannt und war die Grundlage für viele 80er Slasher, wo ebenfalls in vielen Fällen einem unschuldigen Leid zugefügt wurde. Die Motive sind in diesem Fall aber sehr weit hergeholt. Dass sich Felix aufgrund eines einzelnen, wenn auch makabren, Scherzes das Leben nehmen will, scheint überzogen, wie auch die Methoden mit denen den Übeltätern Gerechtigkeit beigebracht wird.
Allzu umständlich wird die Flasche gedreht und entweder die unbequeme Wahrheit aus den „Partygästen“ herausgekitzelt oder eine noch weit unangenehmere Aufgabe auferlegt.

Truth Or Dare

Das ist nur für kurze Zeit unterhaltsam, was wohl auch die Macher des Films verstanden und daher schnell neue Wendungen einbauen, die keineswegs immer logisch erscheinen oder der Geschichte dienen, aber wenigstens den Ball am Rollen halten.

Trotzdem wirken sowohl Geschichte, wie auch Foltermethoden und Charaktere konstruiert. Wenn der Film zum Ende hin mit einer vergleichsweise plausiblen Erklärung der Ereignisse aufwartet, hat man als Zuschauer schon zu oft kopfschüttelnd/augenrollend vorm Bildschirm gesessen um dieser Wendung mehr als einen Anstandsapplaus zukommen zu lassen.

Truth Or Dare

Wie es sich für Folterfilme gehört, kommt Gewalt nicht zu kurz, geht aber nie ins Extrem.
Wenn man 2013 mit Torture Porn noch jemanden ansprechen will, muss da schon mehr kommen (und das gilt nicht nur für die Brutalität).

Interessant (und das ist wertfrei zu verstehen) ist, dass der britische Film zwar auch britisch aussieht, aber darüber hinaus mit einem amerikanischen Dialekt „spricht“.

Für den einmaligen Genuss ist TRUTH OR DARE akzeptabel, echtes Flaschendrehen macht aber mehr Spaß.

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